Regierungsnahe Zeitung berichtet: Details zum neuen Steuerpaket bekannt geworden
Das neue Steuerpaket wird auf der Tagesordnung der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) stehen, die ab dem 1. Oktober ihre Arbeit für die neue Legislaturperiode aufnimmt. Wie zu erfahren war, betonen AKP-Führungskräfte in Bezug auf das neue Steuerpaket: „Es ist kein neues Steuerpaket geplant, das die Bürger belasten würde.“ Andererseits wird erwartet, dass das Paket auch Themen wie Beschäftigung und flexible Arbeitsmodelle enthalten wird.
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Die Wirtschaftsverwaltung und die Wirtschaftsexperten der AKP haben mit der Ausarbeitung der Details für das neue Steuerpaket begonnen.
Das Paket, das zu den wichtigen Themen der am 1. Oktober zusammentretenden TBMM gehören wird, soll einige Regelungen enthalten, die darauf abzielen, die Schattenwirtschaft zu bekämpfen und Steuern in bisher nicht besteuerten Bereichen zu erheben.
REGELUNGEN IN EINIGEN BEREICHEN GEPLANT
Dem Bericht der regierungsnahen Zeitung Türkiye zufolge wird erwartet, dass Regelungen zu Themen getroffen werden, die im ersten Paket vor der Parlamentspause nicht enthalten waren. Dazu gehören die Abwicklung von Immobilientransaktionen auf Basis des tatsächlichen Wertes, die Verschärfung gerichtlicher und verwaltungsrechtlicher Sanktionen gegen marktverzerrende Handlungen zur Gewährleistung einer gesünderen Preisbildung an den Kapitalmärkten, eine Transaktionssteuer auf Aktienkäufe und -verkäufe an der Börse sowie die Erhebung einer Servicegebühr auf Krypto-Assets.
Wie weiter bekannt wurde, sollen in den Details der geplanten Arbeiten auch Bestimmungen enthalten sein, die den direkten Abzug von Beitragsrückständen der Kommunen von deren Steuereinnahmen vorsehen, welche aus dem ersten Paket gestrichen worden waren.
Es wurde zudem darauf hingewiesen, dass Themen wie die Nachverfolgung von Einkünften aus Immobilien und die Abwicklung von Immobilientransaktionen zum tatsächlichen Wert ebenfalls in das neue Paket aufgenommen werden sollen.
MODELLE FÜR FERNARBEIT
Im Mittelfristprogramm (OVP) wurde zudem festgehalten, dass „im Einklang mit den Entwicklungen bei Arbeitsmodellen der neuen Generation, wie Fernarbeit, Teilzeit- und befristete Arbeit sowie Plattformarbeit, gesetzliche Regelungen umgesetzt werden, die die Bedürfnisse der Geschäftswelt berücksichtigen und dabei die Balance zwischen Berufs- und Privatleben wahren“.
Das OVP enthält einen Zeitplan, wonach diese Regelungen im ersten Quartal 2025 in Kraft treten sollen. In diesem Fall muss das Gesetz bis zum Jahreswechsel verabschiedet werden.
„KEINE NEUE STEUER GEPLANT, DIE DIE BÜRGER BELASTEN WÜRDE“
AKP-Führungskräfte erklärten: „Es ist keine neue Steuer geplant, die die Bürger belasten würde. Weder bei der Einkommensteuer noch bei den Mehrwertsteuersätzen wird es Änderungen geben. Aber es gibt Bereiche der Schattenwirtschaft. Es wird einige Regelungen geben, um diese zu erfassen. Nicht nur im Steuerbereich; auch bei der Beschäftigung gibt es informelle Strukturen. Dagegen gibt es Maßnahmen. Zudem gibt es einige Ausnahmen. Zum Beispiel gibt es in einigen Bereichen Beschäftigungsförderungen, aber man sieht, dass trotz dieser Unterstützungen weder die Beschäftigung gestiegen ist noch die Schattenwirtschaft verhindert wurde. Ein Großteil dieser Ausnahmen wird aufgehoben.“
Es gilt als sicher, dass das neue Wirtschaftspaket, das nach der Parlamentseröffnung auf die Tagesordnung kommen wird, auch Themen wie Beschäftigung und flexible Arbeitsmodelle enthalten wird.
WAS HAT MEHMET ŞİMŞEK GESAGT?
Schatz- und Finanzminister Mehmet Şimşek hatte in einer kürzlich getätigten Erklärung gesagt: „Wir zielen darauf ab, Steuern in Bereichen zu erheben, die bisher nicht besteuert wurden. Wir werden Krypto-Assets in den Steuerbereich einbeziehen. Außerdem arbeiten wir vielleicht für ein nächstes Paket an der Besteuerung von Börsengewinnen. Kein Bereich wird mehr informell bleiben. Alle Einkünfte werden in angemessenem Maße besteuert. Es wird keinen Bereich mehr geben, der nicht besteuert wird.“