Reispreise auf 15-Jahres-Hoch

Die Preise für thailändischen weißen Reis sind auf dem asiatischen Markt um 5 Prozent gestiegen und haben seit Anfang April um 71 Dollar auf 649 Dollar pro Tonne zugelegt. Aufgrund ungünstiger Wetterbedingungen hat Reis den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht.

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Die Reisversorgung wurde durch umfassende Exportbeschränkungen, die der führende Reislieferant Indien im vergangenen Jahr verhängt hatte, sowie durch trockenes Wetter infolge von El Niño erheblich beeinträchtigt. Nun haben zudem verheerende Überschwemmungen im Süden Brasiliens den Reishandel behindert.

Wie BloombergHT berichtet, sind die Preise für thailändischen weißen Reis auf dem asiatischen Markt um 5 Prozent gestiegen und haben seit Anfang April um 71 Dollar auf 649 Dollar pro Tonne zugelegt.

ÜBERSCHWEMMUNGEN IN BRASILIEN ALS FAKTOR

Laut Charles Hart, Rohstoffanalyst bei der BMI-Einheit von Fitch Solutions, haben die schweren Überschwemmungen in Brasilien den jüngsten Preisanstieg verursacht. Es wird erwartet, dass der Bundesstaat Rio Grande do Sul, der 70 Prozent der brasilianischen Reisproduktion ausmacht, in den kommenden Wochen betroffen sein wird. Hart fügte hinzu, dass dies "erhebliche Bedenken" hinsichtlich des inländischen Produktionsvolumens und des letztlich exportierbaren Überschusses aufwerfe.

Nach Angaben des US-Landwirtschaftsministeriums ist Brasilien der neuntgrößte Reisexporteur der Welt.

Unterdessen erklärte Peter Clubb, Analyst für Rohstoffmärkte beim International Grains Council in London, dass auch die Verlangsamung des Angebots an neuer Ernte in Südostasien die Preise in die Höhe treibe.