Rentner versammeln sich für Einkommensgerechtigkeit: 'Wir fordern keine Almosen, sondern unser Recht'
Rentner, die in der ganzen Türkei die Plätze füllten, protestierten gegen wirtschaftliche Schwierigkeiten und niedrige Renten und forderten eine pauschale Gehaltserhöhung für ein menschenwürdiges Leben. Bei den unter der Führung der Rentnergewerkschaft 'Tüm Emeklilerin Sendikası' organisierten Massenprotesten wurde betont, dass die aktuellen Renten bei weitem nicht ausreichen, um die Grundbedürfnisse zu decken, und es wurde die Forderung nach einer Erhöhung um 20.000 TL laut.
12punto
Die Rentner, die ihrem Unmut mit zeitgleichen Presseerklärungen in der gesamten Türkei Gehör verschafften, wiesen darauf hin, dass der Kampf um den Lebensunterhalt von Tag zu Tag schwieriger werde. In der von der Rentnergewerkschaft 'Tüm Emeklilerin Sendikası' veröffentlichten Erklärung wurde zum Ausdruck gebracht, dass Rentner unter den heutigen wirtschaftlichen Bedingungen unter der Armutsgrenze leben und die Probleme aufgrund der steigenden Lebenshaltungskosten und der niedrigen Erhöhungsraten unlösbar geworden seien.
Vor Kurzem fanden in acht verschiedenen Regionen, darunter Istanbul, Bursa, Aydın, Mersin, Kayseri, Trabzon, Karabük und Dikili, Kundgebungen statt, an denen Hunderte Menschen teilnahmen; es wurde angegeben, dass etwa 50.000 Menschen die Aktionen unterstützten. Diese Beteiligung wurde als Zeichen dafür gewertet, dass die Rentner gegenüber den negativen Entwicklungen nicht länger schweigen werden.
In den Erklärungen wurde betont, dass die Rentner gemeinsam ihre Grundrechte einfordern, und der Wunsch nach einem menschenwürdigen Leben wurde durch die auf den Kundgebungen mitgeführten Plakate unterstrichen. Es wurde auf den ständigen Anstieg der grundlegendsten Bedürfnisse wie Strom, Erdgas, Miete, Transport und Lebensmittel hingewiesen und erklärt, dass die derzeitigen Rentenerhöhungen nicht ausreichen, um diese Last zu mildern.
Gewerkschaftsvertreter äußerten, dass die Praxis der Basisrenten seit Jahren zu Benachteiligungen für Rentner führe und prozentuale Erhöhungen die Bedürfnisse nicht deckten. Die Forderung, dass Rentnern ohne Diskriminierung dringend eine pauschale Erhöhung von 20.000 TL gewährt werden müsse, wurde auf den Plätzen laut. Es wurde darauf hingewiesen, dass diese Forderung nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine menschliche und gesellschaftliche Notwendigkeit sei.
Eine weitere Kritik betraf die Feiertagsprämien. Es wurde erklärt, dass die 2018 eingeführte Feiertagsprämie von 1.000 TL damals etwa 62 Prozent des Mindestlohns entsprach, die heute an Rentner gezahlten 4.000 TL jedoch weit hinter diesem Verhältnis zurückblieben. Es wurde argumentiert, dass die Feiertagsprämie bei Beibehaltung des damaligen Verhältnisses mindestens 17.500 TL betragen müsste.
Es wurde behauptet, dass das Fehlen jeglicher Vorbereitungen zur Verbesserung der Prämien vor dem Opferfest zeige, wie gleichgültig man gegenüber den Existenzsorgen der Rentner sei.
Die Verantwortlichen der Rentnergewerkschaft 'Tüm Emeklilerin Sendikası' argumentierten, dass der Staat zwar behaupte, keine Mittel für Rentner zu haben, aber verschiedenen Sektoren Steuererleichterungen und Schuldenerlasse gewähre und öffentliche Ressourcen ungleich verteilt würden. In der Erklärung wurde die Botschaft hervorgehoben: „Wir, die wir jahrelang zur Produktion beigetragen haben, fordern keine Almosen, sondern unser Recht.“ Die Gewerkschaft erklärte, dass der Kampf der Rentner um ihre Rechte ununterbrochen weitergehen werde und sie ihren Protest auf den Plätzen fortsetzen würden.