Rückgang beim Preis für ein Barrel Brent-Öl

Ein Barrel Brent-Öl wird auf den internationalen Märkten zu 78,28 US-Dollar gehandelt. Damit ist der Preis für Brent-Öl im Vergleich zum vorherigen Schlusskurs um 0,36 Prozent gesunken.

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Ein Barrel Brent-Öl wird auf den internationalen Märkten zu 78,28 US-Dollar gehandelt.

Der Preis für ein Barrel Brent-Öl, der am Freitag auf bis zu 79,73 US-Dollar gestiegen war, beendete den Tag bei 78,56 US-Dollar. Heute um 09.57 Uhr lag der Preis für ein Barrel Brent-Öl im Vergleich zum Schlusskurs um 0,36 Prozent niedriger bei 78,28 US-Dollar. Zur gleichen Zeit wurde ein Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) zu 73,03 US-Dollar gehandelt.

Der Rückgang der Ölpreise ist auf die Wiederaufnahme der Produktion im Ölfeld Scharara in Libyen zurückzuführen, das Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist.

Scharara, eines der größten Ölfelder des Landes, war am 3. Januar nach der Besetzung durch Demonstranten geschlossen worden. In einem Video, das die Demonstranten nach der Schließung des Ölfeldes veröffentlichten, äußerten sie ihre Forderungen: die Umsetzung des Beschlusses zum Bau einer Raffinerie im Süden, die Instandsetzung beschädigter Straßen, die Ernennung von Menschen aus dem Süden in Ölunternehmen sowie die Behebung des Kraftstoffmangels in der Region.

Der stellvertretende Ministerpräsident der libyschen Regierung der Nationalen Einheit, Ramadan Abu Dschinah, bestätigte gestern in einer Erklärung gegenüber dem Fernsehsender Özgür Libya, dass das Ölfeld Scharara nach der Erfüllung der Forderungen der Demonstranten wiedereröffnet wurde. Das Ölfeld, das über eine tägliche Produktionskapazität von 340.000 Barrel verfügt, macht etwa ein Drittel der Ölproduktion des Landes aus.

Die Erwartung, dass es in diesem Jahr weltweit zu einem Überangebot an Öl kommen könnte, übt weiterhin Druck auf die Preise aus. Die Internationale Energieagentur (IEA) gab in ihrem Monatsbericht die Prognose ab, dass das weltweite Ölangebot in diesem Jahr um täglich etwa 1,5 Millionen Barrel auf 103,5 Millionen Barrel steigen werde, während die weltweite Ölnachfrage 103 Millionen Barrel pro Tag erreichen soll. Sollte die Produktion die weltweite Nachfrage übersteigen, wird mit einem weiteren Rückgang der Ölpreise gerechnet.

In den USA, dem Land mit dem weltweit höchsten Ölverbrauch, bestehen weiterhin Sorgen, dass die Ölproduktion aufgrund des kalten Wetters sinken und der Betrieb großer Raffinerien im Land beeinträchtigt werden könnte. Im US-Bundesstaat North Dakota, dem größten Ölproduzenten des Landes, ist die Ölproduktion um die Hälfte zurückgegangen, nachdem die Temperaturen auf minus 17 Grad Celsius gefallen waren. Es wird erwartet, dass es einige Wochen dauern könnte, bis die Produktion in der Region wieder auf ein normales Niveau zurückkehrt.

Technisch gesehen wird darauf hingewiesen, dass für Brent-Öl der Bereich zwischen 79,03 und 79,24 US-Dollar als Widerstandszone und der Bereich zwischen 77,95 und 77,62 US-Dollar als Unterstützungszone beobachtet werden kann.