Schlechte Nachrichten für Urlauber! Bis zu 1 Million Lira Strafe für Vermieter von Tagesunterkünften

Details zur neuen gesetzlichen Regelung für tageweise vermietete Wohnungen, die schon lange auf der Agenda steht, werden allmählich bekannt. Die Regelung sieht vor, dass Vermieter, die ihre Wohnungen ohne eine Lizenz als „Tourismusunterkunft“ vom Ministerium für Kultur und Tourismus vermieten, mit einer Geldstrafe von bis zu 1 Million Lira belegt werden könnten.

İHA

Mit dem Beginn der Arbeit des 2. Legislaturjahres der 28. Amtsperiode der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) am Montag, dem 1. Oktober, haben sich auch die Details der neuen gesetzlichen Regelung konkretisiert, die für tageweise vermietete Wohnungen in Kraft treten soll. Die Immobilienexpertin Şule Duman, die Informationen zu den Einzelheiten der Regelung gab, erklärte, dass für Vermieter eine Lizenzpflicht eingeführt werde. Duman wies darauf hin, dass diejenigen, die keine „Tourismusunterkunft“-Lizenz vom Ministerium für Kultur und Tourismus einholen und ihre Wohnungen ohne Einhaltung der gesetzlichen Verpflichtungen vermieten, mit einer Geldstrafe von etwa 1 Million Lira rechnen müssen, und fügte hinzu, dass auch diejenigen, die Wohnungen ohne Lizenz mieten, mit Bußgeldern belegt werden könnten.

LIZENZ- UND GENEHMIGUNGSPFLICHT

Duman erläuterte die Details der neuen Regelung, deren Bestätigung durch die TBMM und Veröffentlichung im Amtsblatt in naher Zukunft erwartet wird, und sagte, dass Anbieter von tageweisen Mietunterkünften eine Reihe von Auflagen erfüllen müssen. Duman betonte, dass zunächst die erforderlichen Dokumente beim Ministerium für Kultur und Tourismus eingeholt werden müssen: „Es wurde erwartet, dass die TBMM eine gesetzliche Regelung für den in den letzten Jahren stark zugenommenen Markt der tageweisen Wohnungsvermietung einführt. Infolge der Arbeit des Legislaturjahres, das vor kurzem begonnen hat, wurden die Details der neuen Regelung für tageweise vermietete Wohnungen bekannt. Der Regelung zufolge müssen Anbieter von tageweisen Mietunterkünften zunächst eine ‚Tourismusunterkunft‘-Lizenz vom Ministerium für Kultur und Tourismus einholen und diese an der Außenseite der Wohnung anbringen. Wer diese Verpflichtung nicht erfüllt, darf seine Wohnung nicht vermieten, und dies ist nicht die einzige Verantwortung. Zum Beispiel müssen diejenigen, die tageweise Mietunterkünfte anbieten wollen, nun sogar die Erlaubnis ihrer Nachbarn einholen. In den Details der Regelung wird angegeben, dass Dienstleister von jedem einzelnen Nachbarn eine Einverständniserklärung einholen müssen; wenn auch nur eine Person aus der Hausgemeinschaft Einspruch erhebt, darf die Vermietung nicht erfolgen. Personen, die sich nicht an die gesetzlichen Verpflichtungen halten, müssen mit einer Geldstrafe von fast 1 Million Lira rechnen“, sagte sie.

IDENTITÄTSDATEN WERDEN REGISTRIERT

Şule Duman erklärte, dass die Bürger, die Wohnungen tageweise mieten, durch die neue Regelung einen Service unter besseren Bedingungen erhalten werden, und sagte, dass auch diejenigen, die Wohnungen ohne Lizenz mieten, mit Geldstrafen belegt werden könnten. Duman informierte über die gesetzlichen Verpflichtungen für Vermieter: „Es scheint, dass die Aufgaben für diejenigen, die eine Lizenz erhalten möchten, nicht mit der Einholung der Einverständniserklärung der Nachbarn enden. Zunächst wird es Anforderungen an die Ausstattung der Wohnungen geben, die tageweise vermietet werden sollen. Den Details der Regelung zufolge werden beispielsweise eine Feuertreppe, ein Brandschutzbericht und ein Abfallkontrollzertifikat in den betreffenden Wohnungen obligatorisch sein. Zudem wird verlangt, dass in der Wohnung Produkte wie Haartrockner, Shampoo, Bettwäsche und Handtücher vorhanden sind, die auch in Hotels zur Pflichtausstattung gehören. Man kann sagen, dass diese Wohnungen in gewisser Weise Hotelkomfort bieten werden. Zusätzlich müssen die Identitätsdaten, genau wie in Hotels, auch in diesen Wohnungen registriert werden. Es ist vorgesehen, dass die E-Devlet-Anwendung genutzt wird, um die Erfassung der Daten für die polizeiliche Registrierung einfach und schnell zu gestalten. Natürlich werden auch Vermieter, die hier keinen Datenaustausch vornehmen, mit Geldstrafen rechnen müssen“, sagte sie.