„Schließungsstrafe“ im Anmarsch: Minister Bolat signalisiert Regulierung gegen „Wucherpreise“
Handelsminister Ömer Bolat äußerte sich zu Wucherpreisen und erklärte, dass man an neuen Vorbereitungen arbeite und die Einführung einer vorübergehenden Schließungsstrafe in Betracht gezogen werde.
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Handelsminister Ömer Bolat teilte mit, dass an neuen Regelungen bezüglich Wucherpreispraktiken gearbeitet werde.
Wie aus einem Bericht der Zeitung Cumhuriyet hervorgeht, antwortete Ömer Bolat im Planungs- und Haushaltsausschuss der Großen Nationalversammlung der Türkei auf Kritik und Fragen der Abgeordneten und äußerte sich dazu wie folgt:
„Es ist nicht möglich, Preise per Befehl festzulegen oder jedem Betrieb, jedem Handwerker oder jedem Unternehmen einen Kommandosoldaten oder eine Spezialeinheit zur Seite zu stellen.“
Bolat erklärte, dass man sich in einer neuen Vorbereitungsphase befinde, die Strafen deutlich verschärft würden und man sogar die Einführung einer vorübergehenden Schließungsstrafe vorschlagen werde.
Als der CHP-Abgeordnete Fethi Gürer eine Ausweitung der Befugnisse der Ordnungsämter forderte, betonte Bolat, dass man für alle Arten von Vorschlägen offen sei.
Bolat teilte zudem Statistiken zu Unternehmensgründungen und -schließungen mit den Abgeordneten und gab folgende Informationen bekannt:
- In den fünf Jahren von 2019 bis 2023 wurden 1 Million 479 Tausend 921 Handwerksbetriebe eröffnet. Demgegenüber wurden 550 Tausend 780 Betriebe geschlossen.
- Im vergangenen Jahr wurden 333 Tausend Handwerksbetriebe eröffnet. 125 Tausend 600 Betriebe wurden geschlossen. In den ersten 10 Monaten dieses Jahres wurden 255 Tausend 197 Betriebe eröffnet, während 109 Tausend Betriebe schlossen.
- In den 11 vom Erdbeben betroffenen Provinzen nahmen 36 Tausend 217 neue Handwerksbetriebe ihre Tätigkeit auf. 9 Tausend 966 Handwerksbetriebe wurden geschlossen.
- In den ersten neun Monaten dieses Jahres wurden 12 Millionen 516 Tausend 977 Schecks bei Banken eingereicht, von denen 12 Tausend 169 ungedeckt waren.
Zu den Gründen für die Schließungen äußerte sich Bolat wie folgt: „Man wünscht sich natürlich, dass kein Unternehmen oder Handwerksbetrieb schließen muss, aber aus verschiedenen Gründen kann dies vorkommen. Manchmal geschieht dies aus sektoralen, manchmal aus persönlichen, manchmal aus makroökonomischen oder mikroökonomischen Gründen, die das jeweilige Unternehmen betreffen.“