SEC genehmigt Spot-Bitcoin-ETFs
Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC hat die Genehmigung für Spot-Bitcoin-ETFs bekannt gegeben
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Die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC (Securities and Exchange Commission) hat die Anträge für Spot-Bitcoin-Börsengehandelte Fonds (ETFs) genehmigt.
SEC-Chef Gary Gensler teilte mit, dass die Notierung und der Handel von Spot-Bitcoin-ETF-Anteilen genehmigt wurden.
"DIE UMSTÄNDE HABEN SICH GEÄNDERT"
Gensler erinnerte daran, dass die Kommission bis März 2023 mehr als 20 Anträge für Spot-Bitcoin-ETFs abgelehnt hatte. Er erklärte, dass man nun mit einer Reihe neuer, ähnlicher Anträge konfrontiert sei, sich die Umstände jedoch geändert hätten.
Gensler verwies darauf, dass ein US-Bundesgericht im vergangenen Jahr die Ablehnung des Antrags von Grayscale durch die SEC als fehlerhaft eingestuft hatte. Er betonte, er sei der Ansicht, dass der nachhaltigste Weg nach vorne darin bestehe, die Notierung und den Handel von Spot-Bitcoin-ETF-Anteilen zu genehmigen.
Gensler unterstrich, dass sich die heutige Genehmigung der SEC spezifisch auf ETFs beziehe und die Entscheidung nicht als Bereitschaft der Kommission missverstanden werden dürfe, Notierungsstandards für Krypto-Wertpapiere generell zu billigen.
Gensler bekräftigte seine Ansicht, dass die überwiegende Mehrheit der Krypto-Assets Investitionsverträge darstelle und somit den föderalen Wertpapiergesetzen unterliege.
"WIR WERDEN GENAU HINSEHEN"
Gensler erwähnte, dass die heutige SEC-Entscheidung bestimmte Schutzmaßnahmen für Anleger enthalte, und wies darauf hin, dass vollständige, faire und genaue Offenlegungen zu Bitcoin-ETFs erforderlich seien.
Gensler merkte an, dass diese Produkte an registrierten nationalen Wertpapierbörsen notiert und gehandelt werden würden. Er erklärte: "Solche regulierten Börsen müssen über Regeln verfügen, die darauf ausgelegt sind, Betrug und Manipulation zu verhindern, und wir werden sie genau beobachten, um sicherzustellen, dass sie diese Regeln auch anwenden."
Gensler gab an, dass das SEC-Personal die Prüfung der Registrierungserklärungen für 10 Spot-Bitcoin-ETFs gleichzeitig und individuell abschließen werde, und erklärte, dass dies durch die Förderung von Fairness und Wettbewerb den Anlegern zugutekommen werde.
WARNUNG ZUR "VORSICHT"
Gensler bezeichnete Bitcoin als einen spekulativen, volatilen Vermögenswert, der zudem für illegale Aktivitäten wie Ransomware, Geldwäsche, Umgehung von Sanktionen und Terrorfinanzierung genutzt werde. Er stellte fest: "Auch wenn wir heute die Notierung und den Handel bestimmter Spot-Bitcoin-ETF-Anteile genehmigt haben, haben wir Bitcoin weder gebilligt noch für angemessen befunden. Anleger sollten bei den zahlreichen Risiken im Zusammenhang mit Bitcoin und Produkten, deren Wert an Krypto gebunden ist, vorsichtig sein."
UNTERNEHMEN GEBEN GEBÜHREN BEKANNT
Die Unternehmen, die bei der SEC Anträge für Spot-Bitcoin-ETFs gestellt hatten, gaben auch die geplanten Gebühren bekannt.
Den bei der Kommission eingereichten Antragsunterlagen zufolge ist Grayscale mit 1,5 Prozent das Investmentunternehmen, das die höchsten Gebühren verlangt.
Während die Transaktionsgebühren der anderen Antragsteller zwischen 0,2 und 0,94 Prozent liegen, kündigten einige Unternehmen an, dass sie innerhalb bestimmter Zeiträume und Limits möglicherweise keine Gebühren erheben oder Rabatte gewähren werden.
GEFÄLSCHTE NACHRICHT SORGT FÜR VOLATILITÄT
Blackrock, VanEck, WisdomTree, Fidelity, Bitwise, Grayscale Investments und Invesco gehörten zu den Firmen, die bei der SEC Anträge für Spot-Bitcoin-ETFs gestellt hatten.
Trotz der hohen Nachfrage nach Spot-Bitcoin-ETFs hatte die SEC eine vorsichtigere Haltung gegenüber den mit solchen ETFs verbundenen Risiken eingenommen.
Ein US-Bundesgericht hatte im August letzten Jahres entschieden, dass die Ablehnung des Spot-Bitcoin-ETF-Antrags der Krypto-Vermögensverwaltungsgesellschaft Grayscale durch die SEC fehlerhaft war, und die Entscheidung aufgehoben.
Während Spekulationen über die Genehmigung eines Spot-Bitcoin-ETFs im vergangenen Jahr den Anstieg der Kryptowährungen unterstützten, hieß es in Berichten der letzten Woche, dass die SEC Gespräche mit großen Börsen wie der Nasdaq, der Chicago Options Exchange (CBOE) und der New York Stock Exchange (NYSE) über Spot-Bitcoin-ETFs geführt habe.
Nachdem gestern über den offiziellen X-Account der SEC eine Nachricht über die Genehmigung von Spot-Bitcoin-ETFs verbreitet wurde, stieg Bitcoin auf 48.000 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit fast zwei Jahren.
SEC-Chef Gary Gensler erklärte daraufhin, dass der X-Account der SEC gehackt worden sei und dass für Spot-Bitcoin-ETFs noch keine Genehmigung erteilt worden sei.
Ein Sprecher der SEC teilte mit, dass der unbefugte Zugriff auf den X-Account der Behörde beendet wurde und die SEC mit Strafverfolgungsbehörden und Regierungspartnern zusammenarbeiten werde, um den Vorfall zu untersuchen und weitere Schritte bezüglich des unbefugten Zugriffs und damit verbundener Missbräuche festzulegen.
In einer Erklärung von X wurde ebenfalls bestätigt, dass die Voruntersuchung abgeschlossen sei und der Hack des SEC-Accounts bestätigt werden könne.
WICHTIGER SCHRITT FÜR DIE AKZEPTANZ DIGITALER WÄHRUNGEN
Dank des Spot-Bitcoin-ETFs erhalten Anleger die Möglichkeit, von den Marktbewegungen der weltweit ersten Kryptowährung zu profitieren, ohne Bitcoin direkt kaufen zu müssen.
Analysten sehen die Einführung eines Spot-ETFs für Bitcoin als einen wichtigen Schritt für die weitere Verbreitung und Akzeptanz der digitalen Währung.
Analysten erklären, dass Spot-Bitcoin-ETFs eine direkte Nachverfolgung des Preises der Kryptowährung ermöglichen und Vorteile wie den Einstieg neuer Anleger in den Sektor, ein höheres Handelsvolumen und eine höhere Liquidität bieten werden.
Analysten weisen zudem darauf hin, dass die Genehmigung der SEC einen erheblichen Einfluss auf die Zukunft der Krypto-Regulierungen und -Investitionen haben wird.