Silber erreicht 7-Wochen-Hoch: Märkte blicken auf US-Inflation und Fed-Signale

Der Silberpreis pro Unze stieg auf 66,60 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 22. Juni. Auch Gold setzte seinen Aufwärtstrend vor den US-Inflationsdaten fort.

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Bei den Edelmetallen zeichnete sich vor der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten ein Aufwärtstrend ab. Der Silberpreis pro Unze machte die Verluste der vorangegangenen Sitzung vom Mittwoch wett und stieg auf über 66 Dollar.

Zum Stand vom 12. August 2026 stieg der Preis für eine Unze Silber um 2,98 Prozent auf 66,60 Dollar. Damit erreichte Silber den höchsten Stand seit dem 22. Juni.

Auch bei Gold verstärkten sich die Käufe. Spot-Gold legte um über 1 Prozent zu, erreichte 4.414,63 Dollar und markierte damit den höchsten Stand seit dem 5. Juni.

Auf den globalen Märkten liegt der Fokus der Anleger auf den in den USA zu veröffentlichenden Inflationsdaten. Es wird erwartet, dass diese Daten entscheidend für die Erwartungen hinsichtlich der künftigen Geldpolitik der US-Notenbank (Fed) sein werden.

Nachdem die Fed den Leitzins im Juli unverändert gelassen hatte, sind die Märkte hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte bei der September-Sitzung gespalten. Es wird eingeschätzt, dass der Anstieg der Ölpreise den Inflationsdruck erhöhen und die Erwartungen einer restriktiveren Haltung der Fed stärken könnte.

Marktakteure beobachten zudem die diplomatischen Bemühungen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus für die Schifffahrt. Die Aussage des pakistanischen Verteidigungsministers, dass Washington und Teheran in dieser Angelegenheit „kurz vor einer Art Einigung“ stünden, sowie die Nachrichten über Kontakte zwischen dem Iran und Oman werden im Hinblick auf die Risikowahrnehmung an den Energie- und Rohstoffmärkten verfolgt.

Ein weiterer Faktor, der den Anstieg bei Silber stützt, ist die industrielle Nachfrage. Der zunehmende Einsatz von Silber in Bereichen wie der Produktion von Solarmodulen und der Erneuerung von Stromnetzen hält die physische Nachfrage lebendig. Dass Chinas Importe von silberhaltigem Erz im Juni auf Jahresbasis um 62,5 Prozent auf 219 Tausend Tonnen gestiegen sind, wird ebenfalls als ein Datenpunkt angeführt, der auf diese Nachfrage hindeutet.