Spannungen im Nahen Osten erschüttern Goldpreis: Wöchentlicher Verlust übersteigt 10 Prozent

Berichte über die Vorbereitungen der USA, zusätzliche Truppen in den Nahen Osten zu entsenden, ließen an den globalen Märkten den Dollar und die Anleiherenditen steigen, was zu herben Verlusten beim Goldpreis führte. Der Goldpreis pro Unze fiel in dieser Woche um 10,4 Prozent und verzeichnete damit den stärksten Wertverlust der letzten Zeit.

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Nachdem Berichte bekannt wurden, dass die USA Tausende von Marineinfanteristen und Seeleuten in den Nahen Osten verlegen wollen, verbreitete sich die Erwartung an den Märkten, dass die Energiepreise steigen und dies einen neuen Druck auf die globale Inflation ausüben werde. Diese wachsende Erwartung verstärkte insbesondere die Prognose, dass die Zinsen weiterhin auf einem hohen Niveau bleiben werden.

Der Goldmarkt sah sich aufgrund dieser Entwicklungen einem erheblichen Verkaufsdruck gegenüber. Auf Wochenbasis sank der Goldpreis pro Unze um 10,4 Prozent und fiel unter die Marke von 4.500 US-Dollar. Der Wert des Gramm-Goldes, bei dessen Preisberechnung der Goldpreis pro Unze und der Dollar/TL-Wechselkurs berücksichtigt werden, sank ebenfalls um 10,2 Prozent auf 6.406 Lira.

Die Stärkung des Dollars gegenüber anderen Währungen verringerte zudem die Nachfrage nach Gold. Für Anleger wurde Gold teurer, während seine Attraktivität insbesondere für diejenigen, die in anderen Währungen handeln, abnahm.

INFLATIONS- UND ZINSERWARTUNGEN GESTIEGEN

Die Spannungen in der Region nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar haben die Unsicherheiten in der Weltwirtschaft erhöht. Die Möglichkeit, dass der Iran die Straße von Hormus für längere Zeit schließen könnte, erwies sich als Risikofaktor, der zu steigenden Energiekosten und einem Anstieg der globalen Inflation führen könnte.

Nach diesen Entwicklungen rückte die Erwartung eines inflationären Trends an den Märkten in den Vordergrund. Die Ansicht, dass die Zentralbanken die Zinssätze für einen längeren Zeitraum hoch halten werden, begann zu überwiegen.

ZINSDRUCK AUF GOLD HÄLT AN

Während Gold traditionell als sicherer Hafen gegen Inflation gilt, überschatten steigende Zinssätze die Attraktivität dieses renditelosen Vermögenswerts. Globale Finanzkreise gehen davon aus, dass die Europäische Zentralbank und die Bank of England im April mit Zinserhöhungen beginnen könnten. Die US-Notenbank Fed beließ die Zinssätze bei ihrer letzten Sitzung unverändert, kündigte jedoch an, ihre Inflationsprognose angehoben zu haben. Fed-Chef Jerome Powell wies auf die große Unsicherheit hin, die das Kriegsumfeld für die Geldpolitik schafft.