Sparneigung in Deutschland auf dem höchsten Stand seit 16 Jahren

Das in Deutschland ansässige Marktforschungsunternehmen GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) haben die Ergebnisse des Konsumklimaindex für den kommenden Monat veröffentlicht. Dem Bericht zufolge ist der Konsumklimaindex in Deutschland nach einem deutlichen Rückgang im Februar im März leicht gestiegen.

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Das in Deutschland ansässige Marktforschungsunternehmen GfK und das Nürnberg Institut für Marktentscheidungen haben die Ergebnisse des Konsumklimaindex für den kommenden Monat veröffentlicht.

Demnach stieg der Konsumklimaindex, der für diesen Monat nach einer Revision auf minus 29,6 Punkte korrigiert wurde, im März um 0,6 Punkte auf minus 29 Punkte. Damit verzeichnete der Index nach dem deutlichen Rückgang um 4,2 Punkte im Februar einen leichten Anstieg im März.

Im GfK-Bericht wurde betont, dass die Deutschen angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Lage weiterhin zum Sparen neigen und die Erholung des Konsumklimas trotz eines deutlichen Anstiegs der Einkommenserwartungen recht verhalten bleibt.

Rolf Bürkl, Experte beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen, erklärte in seiner Einschätzung: „Die Verbraucher sind sehr verunsichert. Neben den anhaltenden Preissteigerungen dürften auch die schwächeren Konjunkturprognosen für die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr ein wesentlicher Grund dafür sein.

„MUSS AUF ERHOLUNG WARTEN“

Bürkl wies darauf hin, dass sich die Aussichten für die deutsche Wirtschaft in letzter Zeit zunehmend pessimistischer gestaltet hätten und fügte hinzu: „Auch die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für das Jahr 2024 von 1,3 Prozent auf 0,2 Prozent gesenkt. Deutschland muss vorerst weiter auf eine wirtschaftliche Erholung warten.

Während das Barometer für die Einkommenserwartungen der Verbraucher in Deutschland auf den höchsten Stand seit Februar 2022, also vor Beginn des Ukraine-Russland-Krieges, kletterte, erreichte die Sparneigung mit 21,4 Punkten den höchsten Stand seit Juni 2008. Ein negativer Wert beim Konsumklima deutet auf einen Rückgang des privaten Konsums im Jahresvergleich hin.

Unterdessen war die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr trotz einer Verlangsamung bei Investitionen und im Bausektor um 0,3 Prozent geschrumpft.