Strenge Kontrollen für Social-Media-Phänomene
Das Ministerium für Schatz und Finanzen hat im Rahmen seines landesweiten Kampfes gegen die Schattenwirtschaft Social-Media-Phänomene ins Visier genommen. Zehntausende Content-Ersteller wurden per Warnmeldung über ihre steuerlichen Verpflichtungen informiert.
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Mit der Zunahme der digitalen Content-Produktion in den letzten Jahren sind Social-Media-Phänomene, die ihre Einnahmen nicht ordnungsgemäß versteuern, in den Fokus des Ministeriums für Schatz und Finanzen gerückt. Das Ministerium hat die Finanzbewegungen der Phänomene im Rahmen von Untersuchungen für den Zeitraum 2017-2025 unter die Lupe genommen und eine Steuerbemessungsgrundlagendifferenz von 7,7 Milliarden Lira festgestellt. Bei den Prüfungen fielen insbesondere Diskrepanzen zwischen Bankkontobewegungen und den deklarierten Einkünften auf.
Es wurde festgestellt, dass zahlreiche Phänomene, die keine Steuerzahler sind oder ihre Einkünfte unvollständig angeben, Zahlungen über Konten erhalten, die auf Namen Dritter eröffnet wurden. Um Steuerverluste durch solche Methoden zu verhindern, wurden die Kontrollen weiter verschärft.
An 43.000 Social-Media-Phänomene wurden Nachrichten verschickt, die sie an ihre steuerlichen Verantwortlichkeiten erinnern. Zudem nahm das Ministerium Kontakt zu 83 Werbeagenturen auf, mit denen 25.000 Phänomene verbunden sind, und leitete einen umfassenden Informations- und Überwachungsprozess ein, der alle Akteure der Branche umfasst. In Gesprächen mit den Türkei-Vertretern digitaler Plattformen wurde zudem das Ziel verfolgt, das Steuerbewusstsein bei der Erstellung digitaler Inhalte zu stärken.
Nach den vom Ministerium veröffentlichten Daten gibt es in unserem Land mit Stand 2024 etwa 360.000 Konten, die aktiv Inhalte produzieren. Es wurde bekannt gegeben, dass die Werbeausgaben in der gesamten Türkei insgesamt 250 Milliarden Lira erreichen, wovon 7 Milliarden Lira an Social-Media-Phänomene fließen. Die größten Werbebudgets stammen dabei aus den Bereichen Konsumgüter, Textil und Mode, Einzelhandel, E-Commerce, Finanzen und Bankwesen.
Den größten Anteil an den Einnahmen der Phänomene machen Werbe- und Sponsoringverträge aus. Daneben spielen auch Spenden, Geschenke, Produktvorstellungen und Einnahmen aus kostenpflichtigen Abonnements eine wichtige Rolle. Durch den Überwachungsprozess des Ministeriums soll durch den Abgleich der von den Phänomenen deklarierten Einkünfte mit ihren Bankbewegungen die Schattenwirtschaft verhindert werden.