Trump sprach, Öl fiel, Gold stieg
Trumps Äußerungen, dass die Konflikte im Nahen Osten bald enden könnten, sorgten für Bewegung an den Märkten, während bei den Goldpreisen erneut ein Anstieg zu beobachten war.
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Die Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump, dass der andauernde Krieg im Nahen Osten in naher Zukunft enden könnte, führten zu erheblichen Schwankungen an den globalen Märkten. Während Dollar und Öl infolge von Trumps Aussagen an Wert verloren, stieg die Nachfrage nach Gold, das von Anlegern als sicherer Hafen betrachtet wird.
Goldbarren stiegen um 0,9 Prozent auf über 5.180 US-Dollar pro Unze und machten damit den Verlust der vorangegangenen Sitzung wieder wett. Aktuellen Daten zufolge erreichte Spot-Gold um 10:00 Uhr Singapur-Zeit 5.184,41 US-Dollar pro Unze. Silber verzeichnete ebenfalls einen Anstieg um 2,9 Prozent auf 89,49 US-Dollar. Während bei den Platinpreisen ein Anstieg zu beobachten war, wurde bei Palladium ein Rückgang verzeichnet. Der Goldpreis pro Unze lag um 07:30 Uhr (türkische Zeit) bei 5.162.
Trump betonte, dass der andauernde Konflikt im Nahen Osten „sehr bald“ gelöst werden könne. Während sich ein Rückgang von 0,1 Prozent im Index, der die Performance des US-Dollars misst, in den Erwartungen widerspiegelte, kam es bei den Ölpreisen aufgrund volatiler Handelsgeschäfte zu einem Rückgang von über 10 Prozent.
Die Signale aus dem Weißen Haus, dass man in dem seit zwei Wochen andauernden Krieg zwischen den USA und dem Iran einer Einigung nahe sei, veränderten die Risikowahrnehmung der Anleger. Zuvor hatten die Schließung der Straße von Hormus und die Raketenangriffe des Iran auf die Energieinfrastruktur zu schnellen Anstiegen der Ölpreise und Inflationssorgen geführt. Diese Sorgen hatten die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen durch Zentralbanken, allen voran der US-Notenbank (Fed), verringert. Ein Umfeld hoher Zinsen wird für Gold, das in der Regel keine Rendite abwirft, meist als negativ angesehen.
Andererseits wurde beobachtet, dass Anleger während der Verkaufswellen an den globalen Aktienmärkten in Kriegszeiten zeitweise dazu übergingen, Gold zu verkaufen, um Liquidität zu sichern.
Daniel Ghali, leitender Rohstoffstratege bei TD Securities, wies darauf hin, dass der Druck auf Gold anhalte, da die Anleger das Abwarten möglicher Zinssenkungen hinauszögerten. Ghali erklärte, es gebe Anzeichen dafür, dass einige Anleger die Preisrückgänge als Gelegenheit für neue Käufe nutzten, das Handelsvolumen jedoch begrenzt bleibe.