Untergrenze für Mindestlohn-Angebot steht fest
Millionen Arbeitnehmer blicken gespannt auf die Festlegung des neuen Mindestlohns. Der Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes Türk-İş, Ergün Atalay, hat das Untergrenzen-Angebot bekannt gegeben, mit dem sie in die Verhandlungen gehen werden.
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Aufgrund der Wirtschaftspolitik, die die AKP in den letzten Jahren verfolgt hat, ist der Mindestlohn, der mittlerweile zum „Durchschnittsgehalt“ geworden ist, unter die offizielle Armutsgrenze gefallen.
Während Ökonomen und Arbeitnehmer ihre Erwartungen und Prognosen für den neu festzulegenden Mindestlohn äußern, hat der Vorsitzende von Türk-İş, Ergün Atalay, der für die Arbeitnehmerseite am Verhandlungstisch sitzen wird, die Untergrenze genannt, mit der sie in die Gespräche gehen werden.
Gegenüber NTV erklärte Atalay, dass sie die Verhandlungen bei 14.025 Lira beginnen werden, was der Armutsgrenze für eine vierköpfige Familie entspricht.
ERDOĞAN KÜNDIGT NUR EINE ERHÖHUNG AN
Angesichts der Rekordinflation der letzten Jahre wurde der Mindestlohn bisher zweimal jährlich festgelegt.
Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärte in einer Stellungnahme, dass der Mindestlohn künftig nur noch einmal pro Jahr festgelegt werde.
MINDESTLOHN LIEGT UNTER DER ARMUTSGRENZE
Nach den von Türk-İş veröffentlichten Zahlen beliefen sich die monatlichen Lebensmittelausgaben einer vierköpfigen Familie (Armutsgrenze) im November auf 14.025 TL, während das Gesamteinkommen, das ein Haushalt für Lebensmittel und alle anderen grundlegenden Ausgaben benötigt (Existenzminimum), bei 45.686 TL lag.
In der Türkei, wo die Armutsgrenze bei 14.025 TL liegt, beträgt der Netto-Mindestlohn derzeit 11.402 TL.