Unternehmen ringen nach Luft: Rekordanstieg bei Insolvenzbeschlüssen in den ersten vier Monaten
Seit Anfang 2026 ist ein bemerkenswerter Anstieg bei Konkordats- und Insolvenzverfahren im Realsektor zu beobachten. Die von den Gerichten erlassenen Insolvenzbeschlüsse stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 68 Prozent.
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Die Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation haben den Zugang zu Finanzierungen erschwert und den Druck auf die Unternehmen weiter erhöht. Der Anstieg der Konkordats- und Insolvenzanträge in den ersten vier Monaten des Jahres 2026 verdeutlicht, dass der Realsektor mit zunehmend schwierigeren Bedingungen konfrontiert ist.
Daten von Konkordatotakip.com zufolge erhielten im Januar 189, im Februar 120, im März 156 und im April 218 Unternehmen einen vorläufigen Konkordatsbeschluss. Damit erreichte die Gesamtzahl der Akten zu vorläufigen Fristen in den ersten vier Monaten des Jahres 683.
Auch der Anstieg bei den Akten zu endgültigen Fristen ist beachtlich. Im Januar wurden 150, im Februar 121, im März 149 und im April 157 endgültige Konkordatsbeschlüsse von den Gerichten gefasst. Nach vier Monaten belief sich die Gesamtzahl der abgeschlossenen Konkordatsakten auf 577.
Die Zahl der abgelehnten Konkordatsanträge stieg auf 716 und übertraf damit bereits das Niveau des gesamten Jahres 2024.
In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 wurden 89 Insolvenzbeschlüsse erlassen. Im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht dies einem Anstieg von 68 Prozent. Im Januar wurden für 22, im Februar für 20, im März für 20 und im April für 27 Unternehmen Insolvenzbeschlüsse gefasst. Im Vorjahreszeitraum lag diese Zahl noch bei 53.
HÖCHSTES RISIKO IN DER TEXTIL- UND BAUBRANCHE
Betrachtet man die sektorale Verteilung, so ist die Textilbranche der Bereich mit den meisten vorläufigen Konkordatsbeschlüssen. Seit Mai 2025 führt sie die Liste mit 149 Akten an. Nach der Textilbranche setzt sich das riskante Bild im Bausektor mit 138 Akten fort. Die Metallwarenherstellung belegt mit 78 Akten den dritten Platz.