Ein Novum bei der US-Notenbank Fed: Nach 30 Jahren

Die US-Notenbank (Fed) hat bei ihrer Juli-Sitzung den Leitzins in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent belassen. In den veröffentlichten Protokollen findet sich jedoch ein bemerkenswertes Detail.

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Die Entscheidung, die Zinsen unverändert zu lassen, entsprach den Erwartungen in den Sitzungsprotokollen. Doch zum ersten Mal seit 30 Jahren spiegelte sich eine Meinungsverschiedenheit innerhalb des Gremiums im Protokoll wider.

Demnach stimmten erstmals seit 1993 zwei Ausschussmitglieder gegen die getroffene Entscheidung.

In den Dokumenten wurde festgehalten, dass die meisten Entscheidungsträger das Inflationsrisiko als prioritärer gegenüber dem Beschäftigungsrisiko ansehen. Nahezu alle Mitglieder hielten es für angemessen, den Leitzins auf dem aktuellen Niveau zu belassen.

AUSWIRKUNGEN VON ZÖLLEN DISKUTIERT

Den Informationen in den Protokollen zufolge waren sich die Fed-Mitglieder weitgehend einig, die Zinssätze in der Spanne von 4,25 bis 4,50 Prozent zu halten. Bei der Sitzung wurde erklärt, dass die Auswirkungen von Zollmaßnahmen auf die Warenpreise deutlicher spürbar werden, ihre Effekte auf die Gesamtwirtschaft und die Inflation jedoch noch nicht vollständig absehbar seien.

Die Teilnehmer betonten, dass es Zeit brauche, um mehr Klarheit über das Ausmaß und die Dauerhaftigkeit der Auswirkungen hoher Zölle auf die Inflation zu gewinnen. Diese Einschätzung verdeutlichte die anhaltenden Unsicherheiten innerhalb der Fed hinsichtlich der Ausrichtung der Wirtschaftspolitik.

ERSTMALS NACH 30 JAHREN

Die Fed hat bei ihrer Juli-Sitzung im Einklang mit den Markterwartungen keine Änderung an den Zinssätzen vorgenommen. Doch zum ersten Mal seit 1993 stimmten zwei Fed-Mitglieder gegen die Entscheidung. Dies deutet darauf hin, dass die Meinungsverschiedenheiten innerhalb des Gremiums deutlicher zutage treten.