US-Zölle treffen Schweizer Uhrenindustrie
Die von den USA erhobenen hohen Zölle haben zu einem deutlichen Rückgang der Schweizer Uhrenexporte geführt.
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Die Schweizer Uhrenindustrie sah sich im September mit einem erheblichen Rückgang ihrer Exporte konfrontiert. Laut der jüngsten Mitteilung des Verbandes der Schweizerischen Uhrenindustrie sanken die Uhrenexporte des Landes im September 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,1 Prozent auf 2 Milliarden Schweizer Franken (rund 2,5 Milliarden US-Dollar).
Die Entscheidung der US-Regierung, einen zusätzlichen Zoll von 39 Prozent auf aus der Schweiz importierte Uhren zu erheben, führte zu einem drastischen Einbruch der Exporte in die USA, einen der wichtigsten Märkte der Branche. Den Daten zufolge verzeichneten die Uhrenlieferungen in die USA im vergangenen Monat einen Rückgang von 55 Prozent. Dies markiert den zweiten Rückgang in Folge in diesem Markt, nachdem im Juli noch ein Anstieg der Uhrenlieferungen in die USA verzeichnet worden war.
Führende Schweizer Hersteller, allen voran Richemont und die Swatch Group AG sowie Audemars Piguet, Patek Philippe und Rolex SA, sind von den neuen Zöllen negativ betroffen.
In der Erklärung des Verbandes wurde darauf hingewiesen, dass die Schweizer Uhrenexporte außerhalb des US-Marktes im September um 7,8 Prozent gestiegen sind. Trotz dieses Anstiegs hat der starke Rückgang der Exporte in die USA das Gesamtergebnis der Exporte nach unten gezogen.
Die Widerstandsfähigkeit der Schweizer Uhrenindustrie gegenüber globalen Entwicklungen wird in diesem Jahr durch die von den USA erhobenen Zölle auf die Probe gestellt. Branchenvertreter erklären, dass sie die Entwicklungen, insbesondere auf dem US-Markt, in der kommenden Zeit weiterhin genau beobachten werden.