Wann werden die Zinsen sinken? Prognosen von zwei weltweit bekannten Banken

Nach der überraschenden Zinserhöhung der Zentralbank am 17. April richtet sich der Blick erneut auf den Zeitpunkt der Zinssenkungen. Die US-Investmentbanken Morgan Stanley und Goldman Sachs haben nun Prognosen für den Beginn der Zinssenkungen abgegeben.

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Während die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) Ende 2024 und Anfang 2025 mit Zinssenkungen für Aufmerksamkeit sorgte, hob sie bei der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (PPK) am 17. April 2025 entgegen den Erwartungen den Leitzins um 350 Basispunkte von 42,5 Prozent auf 46 Prozent an. Nach dieser überraschenden Entscheidung richten sich die Augen der Märkte nun auf die neue Zinsentscheidung, die am Donnerstag, den 19. Juni, bekannt gegeben wird. Die Frage, wann die Zinssenkungen beginnen werden, bleibt für Investoren und Ökonomen jedoch weiterhin ungewiss.

WANN KOMMT DIE ZINSSENKUNG?

Die US-Investmentbank Morgan Stanley kündigte in ihrer Analyse zur türkischen Geldpolitik an, dass sie ihre Erwartungen für eine Zinssenkung möglicherweise von Juli auf Juni vorziehen könnten. Die Bank erklärte, dass die Zentralbank ihre aktuelle Inflationsprognosespanne zwar nicht ändern werde, aber an ihrer straffen Haltung festhalten werde, um dieses Ziel zu erreichen.

Morgan Stanley äußerte, dass bei einer positiven Inflationsentwicklung im Mai der erste Schritt zur Zinssenkung sogar schon bei der Sitzung im Juni erfolgen könnte. Dies bedeutet, dass die von der Bank zuvor für Juli prognostizierte Zinssenkung möglicherweise früher eintreten könnte.

GOLDMAN SACHS: „ERSTE LOCKERUNG WIRD IM JULI ERWARTET“

Eine weitere bedeutende globale Investmentbank, Goldman Sachs, nahm eine andere Position ein und teilte mit, dass sie bei der Sitzung im Juni keine Zinssenkung durch die Zentralbank erwarte. Die Bank erklärte, dass die aktuelle Geldpolitik das Wachstum auf einem Trendniveau halte, sie jedoch nicht erwarte, dass die straffe Haltung diese Dynamik noch stärker unterdrücke.


Goldman Sachs betonte, dass es wahrscheinlicher sei, dass die Geldpolitik bei der Sitzung im Juni unverändert bleibe, aber ab Juli Schritte in Richtung einer Lockerung unternommen würden.