Warum steigen die Deviseneinlagen?
Es wurde festgestellt, dass der jüngste Anstieg der Deviseneinlagen auf den Anstieg der Goldpreise und Veränderungen der Wechselkurse zurückzuführen ist. Laut einer Analyse der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) wurde nach Bereinigung um Paritäts- und Preiseffekte nur ein begrenzter Anstieg bei der Umschichtung in Devisen und Goldinvestitionen beobachtet.
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Die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) hat eine Analyse zu den jüngsten Entwicklungen bei den Deviseneinlagen veröffentlicht. In dieser Analyse wurde dargelegt, dass der Anstieg der Deviseneinlagen maßgeblich auf Veränderungen der Parität und der Goldpreise zurückzuführen ist. Nach Bereinigung um diese Effekte wurde jedoch ein begrenzter Anstieg bei der Umschichtung von Konten mit währungsgeschützten Einlagen (KKM) in Devisen sowie bei Goldinvestitionen festgestellt.
Die Analyse wurde von Didem Güneş, Ayşe Karasoy und Oğuzhan Evli erstellt und auf dem Blog der TCMB veröffentlicht. Dem Bericht zufolge bleibt der Anteil der Lira-Einlagen trotz des schnellen Anstiegs der Goldpreise auf dem Niveau historischer Durchschnittswerte, was darauf hindeutet, dass Haushalte und Unternehmen ihre Präferenz für Lira-Vermögenswerte beibehalten.
Es wurde betont, dass der nominale Anstieg der Deviseneinlagen im Jahr 2025 in direktem Zusammenhang mit dem Anstieg der Goldpreise und den Veränderungen der Euro/US-Dollar-Parität steht. Während der Goldpreis pro Unze Ende 2024 bei etwa 2.600 US-Dollar lag, erreichte er im Jahr 2025 ein Niveau von 4.000 US-Dollar. Im gleichen Zeitraum stieg die Euro/Dollar-Parität von 1,04 auf 1,16. Diese Veränderungen machten einen wesentlichen Teil des Anstiegs der Deviseneinlagen aus.
Mit der Beendigung der KKM-Konten stieg auch die Quote der Umschichtung von diesen Konten in Devisen. Insbesondere in den Monaten August und Oktober lag die Umschichtungsquote in Devisen bei über 80 Prozent. Dieser Anstieg resultierte aus einer höheren Devisenaffinität der Kontoinhaber. Da die KKM-Konten weitgehend geschlossen wurden, wurden keine Maßnahmen wie Ziele für den Übergang zur Lira ergriffen, um die Umschichtungsquote in Devisen begrenzt zu halten.