Weltwirtschaft erlebt 2024 das langsamste krisenfreie Wachstumsjahr seit dem Platzen der Dotcom-Blase

Laut Bloomberg Economics wird die Weltwirtschaft 2024 das langsamste krisenfreie Wachstumsjahr seit dem Platzen der Dotcom-Blase erleben.

12punto

Laut Bloomberg Economics wird die Weltwirtschaft, die 2023 um 3,1 Prozent wuchs, im Jahr 2024 um 2,7 Prozent wachsen. Wenn man die globale Finanzkrise von 2009 und die Covid-Pandemie von 2020 außer Acht lässt, deutet dies auf die langsamste Wachstumsrate seit dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2001 hin.

Laut Tom Orlik, Chefökonom bei Bloomberg Economics, ist ein Jahr mit langsamem globalen Wachstum jedoch ein geringer Preis, der für die Kontrolle der Inflation gezahlt werden muss.

BE prognostiziert, dass sich die Geldpolitik der Zentralbanken als Reaktion auf das verlangsamte Wachstum zu lockern beginnt, und erwartet, dass die Fed die Zinsen 2024 um 125 Basispunkte senken wird.

Während Bloomberg Economics für das Vereinigte Königreich eine Rezession und für die Eurozone eine Stagnation erwartet, prognostiziert die Gruppe für die entwickelten Volkswirtschaften eine Verlangsamung des Wachstums von 1,5 Prozent im Jahr 2023 auf 0,9 Prozent im Jahr 2024.

Andererseits werden auch die Schwellenländer mit einer Verlangsamung konfrontiert sein. Während die Probleme im chinesischen Immobiliensektor das Wachstum weiterhin belasten, wird Indien voraussichtlich weiterhin eine vergleichsweise bessere Performance zeigen.

Bloomberg Economics erwartet, dass das Wachstum in den Schwellenländern von 4,4 Prozent auf 4,1 Prozent zurückgehen wird. Die Ökonomen sind der Ansicht, dass die globale Inflation von 6,2 Prozent Ende 2023 auf 5,4 Prozent Ende 2024 sinken wird.