Wie ist der aktuelle Stand bei den Immobilienpreisen? Experte gibt Auskunft
Görkem Öğüt, Mitbegründer und Geschäftsführer von Endeksa, hat die Immobilienmarktlage auf Basis der Wohnungsbaustatistiken des türkischen Statistikamtes (TÜİK) für April 2024 und der aktuellen Immobilienpreise bewertet. Öğüt wies darauf hin, dass die Preise in einer Zeit, in der die niedrigsten Verkaufszahlen der letzten zwei Jahre verzeichnet werden, nominal immer noch steigen.
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Aufgrund der hohen Inflation und der negativen wirtschaftlichen Schwankungen hält das Problem der hohen Preise auf dem Immobilienmarkt an. Görkem Öğüt, Mitbegründer und Geschäftsführer von Endeksa, bewertete die vom TÜİK veröffentlichten Wohnungsbaustatistiken für April 2024 sowie die Entwicklung der aktuellen Preise.
"EIN RÜCKGANG VON 9 PROZENT IST ZU BEOBACHTEN"
Öğüt erklärte, dass die Preise laut den Auswertungen von Endeksa im Vergleich zum Vorjahr und dem Jahr davor nominal zwar weiter steigen, der reale Preisanstieg jedoch auf dem niedrigsten Stand sei. Er fügte hinzu: "Die durchschnittlichen Immobilienverkaufspreise in der gesamten Türkei zeigen, dass der nominale Anstieg auf dem Markt für zum Verkauf stehende Wohnungen anhält. Demnach sind die Preise für zum Verkauf stehende Wohnungen im Jahresvergleich bis April um 54 Prozent gestiegen. Laut Endeksa-Daten liegt der durchschnittliche Immobilienpreis in der Türkei bei 3 Millionen 358 Tausend 940 Lira, während dieser Wert in Muğla 7,5 Millionen und in Istanbul 4,5 Millionen Lira übersteigt. Wenn man die Immobilienpreise jedoch um die aktuelle Inflation im Land bereinigt, zeigt sich, dass der jährliche Anstieg der Verkaufspreise real um 9 Prozent gesunken ist."
DIE BEDEUTUNG DER LIQUIDITÄT AUF DEM IMMOBILIENMARKT
Öğüt betonte, dass Käufe auf dem Immobilienmarkt in letzter Zeit verstärkt durch Liquidität getätigt werden. Er unterstrich, dass es deshalb insbesondere bei Immobilien im Hochpreissegment zu harten Verhandlungen komme. Es sei eine Zeit, in der Bargeld bei Immobilien eine starke Rolle spiele, und da es sich um einen Markt handele, der durch Bargeld bewegt werde, seien auch die Verhandlungsspielräume stark gestiegen.
Öğüt wies darauf hin, dass es länger als erwartet dauern könnte, bis sich der reale Rückgang der Wachstumsrate bei den Immobilienpreisen in den Nominalwerten widerspiegelt, und bewertete die Lage wie folgt: "Wenn es so weitergeht, ist es möglich, dass sich die Schere, die sich 2022 geöffnet hat, innerhalb von 2 Jahren schließt. Wir werden dann nicht nur von einem realen, sondern auch von einem nominalen Rückgang der Zahlen sprechen können. Man darf jedoch nicht vergessen, dass Immobilien, wie weltweit, auch in unserem Land weiterhin zu den besten und sichersten Anlageformen unabhängig von der Zeit gehören."
"BEGANN, UNTER DER REALEN INFLATION ZU BLEIBEN"
Öğüt stellte fest, dass es eine beachtliche Anzahl von Regionen gibt, in denen der Preisanstieg unter der Inflationsrate liegt:
"Wenn wir uns insbesondere Istanbul ansehen, spüren wir diesen Preisrückgang stärker in Regionen wie Esenyurt, wo Wohnungen schneller verkauft werden. In dieser Region hat der Rückgang 35-40 Prozent erreicht. Ebenso hat sich der Preisanstieg in Regionen wie Antalya und anderen Küstenstädten, die im August 2022 sehr schnell gestiegen waren, verlangsamt und beginnt, unter der realen Inflationsrate zu bleiben."
Laut Endeksa-Daten stiegen die Mietpreise im April im Vergleich zum Vorjahr um 55 Prozent, während der jährliche Anstieg nach Bereinigung um die Inflation um 8 Prozent sank. Nach Angaben des TÜİK sanken die Immobilienverkäufe in der gesamten Türkei im April im Vergleich zum Vormonat um 28 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12 Prozent auf 75 Tausend 569 Einheiten.
Öğüt äußerte sich wie folgt zu den hypothekarisch finanzierten Verkäufen:
"Betrachtet man die Verkaufszahlen der letzten zwei Jahre, ist der größte Faktor hinter diesem Rückgang der Einbruch bei den hypothekarisch finanzierten Verkäufen. Die hypothekarisch finanzierten Immobilienverkäufe in der gesamten Türkei sanken im April im Vergleich zum Vormonat um 45 Prozent und im Vergleich zum Vorjahresmonat um 68 Prozent auf 7 Tausend 71 Einheiten. Der Anteil der hypothekarisch finanzierten Verkäufe an den gesamten Immobilienverkäufen lag bei 9 Prozent. In den letzten 2 Jahren lag dieser Wert bei 30-32 Prozent."