Wird über die İş Bankası eine Wahrnehmungsoperation durchgeführt?

Große Razzia in 21 Provinzen mit Zentrum in Adana: 200 Haftbefehle! 128 Personen, darunter ROK und Bankmanager, wurden bereits festgenommen. Während riesige Vermögenswerte beschlagnahmt wurden, wirft die gezielte Einbeziehung etablierter Institutionen wie der İş Bankası aufgrund individueller Straftaten die Frage auf: „Findet hier eine Wahrnehmungsoperation statt?“

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Die unter der Koordination der Generalstaatsanwaltschaft Adana in 21 Provinzen gleichzeitig durchgeführte Razzia schlug in der Türkei wie eine Bombe ein. Im Rahmen der Ermittlungen, die wegen Vorwürfen wie „illegale Wetten, Geldwäsche, Bestechung und Betrug“ eingeleitet wurden, wurden Haftbefehle gegen 200 Personen erlassen, unter denen sich auch bekannte Namen befinden.

GLEICHZEITIGE RAZZIA IN 21 PROVINZEN. 128 FESTNAHMEN

Das Ausmaß der Operation erregt nicht nur durch die Anzahl der Festnahmen Aufmerksamkeit, sondern auch durch die Größe der beschlagnahmten Vermögenswerte. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurden für 221 Immobilien, 120 Fahrzeuge und 3 Boote einstweilige Verfügungen erlassen. Unter den 128 festgenommenen Personen befinden sich neben dem Journalisten Rasim Ozan Kütahyalı auch 3 Bankmanager, 8 Polizeibeamte und 4 Anwälte.

Kütahyalı und die mit ihm festgenommenen Verdächtigen wurden nach medizinischen Untersuchungen beim Institut für Rechtsmedizin in Adana zur Vernehmung auf die Polizeiwache gebracht.

WIRD ÜBER DIE İŞ BANKASI EINE WAHRNEHMUNGSOPERATION DURCHGEFÜHRT?

Der am meisten diskutierte Aspekt der Operation ist die Art und Weise, wie der Name der Türkiye İş Bankası, einer der traditionsreichsten Finanzinstitutionen der Türkei, in die Ermittlungen einbezogen wurde.

Es stellte sich heraus, dass Ertuğrul Koçak und Engin Yalçın, die in der Abteilung für Corporate Compliance der İş Bankası als Manager und Abteilungsleiter tätig waren, ebenfalls zu den Festgenommenen gehören.

Dass einige Konten in den sozialen Medien, die für ihre Nähe zur Regierung bekannt sind, den Namen der İş Bankası bereits vor Klärung der Art der Vorwürfe aggressiv in den Vordergrund rückten, hat in der Öffentlichkeit für Fragezeichen gesorgt.

Diese Haltung gegenüber der İş Bankası, der ersten institutionellen Bank der Republikzeit, die mit ihrer 102-jährigen Geschichte, über 20.000 Mitarbeitern und mehr als tausend Filialen die größte Privatbank der Türkei ist, ließ die Frage aufkommen: „Wird hier eine Institution aufgrund individueller Straftaten ins Visier genommen?“

„WENN ES INDIVIDUELLE STRAFTATEN GIBT, KÖNNEN SIE NICHT DER INSTITUTION ZUGERECHNET WERDEN“

Wirtschaftskreise weisen darauf hin, dass die İş Bankası über eines der strengsten Kontroll- und Compliance-Systeme der Türkei verfügt.

Gemäß den Bankverfahren werden große Mengen an Bargeld oder verdächtige Geldflüsse, die in Filialen eingezahlt werden, sofort an die Einheiten der Zentrale gemeldet. Verdächtige Transaktionen werden unverzüglich an die MASAK gemeldet.

Bank- und Wirtschaftskreise warnen davor, dass die Nutzung möglicher individueller Straftaten, die in einer Bank mit einem riesigen Personalnetzwerk vorkommen können, um die institutionelle Struktur in Verruf zu bringen, eine „operationelle Wahrnehmungsarbeit“ sein könnte.