Wirtschaftlicher Druck in Istanbul wächst: Auswärts essen ist zum Luxus geworden

Einer aktuellen Studie in Istanbul zufolge haben die Einwohner aufgrund finanzieller Engpässe ihre Ausgaben für Restaurantbesuche und Kleidung drastisch reduziert, während die Sorge um den Zugang zu ausreichender Nahrung ein Rekordniveau erreicht hat.

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Die wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Istanbul wirken sich tiefgreifend auf den Alltag aus. Die Ergebnisse der Dezember-Umfragen, die den Puls der Gesellschaft, der Wirtschaft und des demografischen Wandels in der Stadt messen, zeigen, dass die Istanbuler im vergangenen Jahr mit einem ernsthaften Überlebenskampf konfrontiert waren. Aktuellen Daten zufolge fürchtet fast die Hälfte der Stadtbewohner, nicht genügend Nahrungsmittel zu erhalten, und die große Mehrheit sah sich gezwungen, ihre Konsumausgaben außerhalb des Hauses einzuschränken.

In der im Dezember 2025 durchgeführten Studie gaben 63,4 Prozent der Istanbuler an, ihre Ausgaben für Gastronomie im vergangenen Monat reduziert zu haben. Ähnlich verhält es sich bei Kleidungskäufen, wo der Anteil derjenigen, die ihre Ausgaben einschränkten, bei 55,8 Prozent lag.

Etwa jede zweite Person gab im September 2025 an, besorgt über den Zugang zu ausreichender Nahrung zu sein; dieser Wert stieg mit 49,4 Prozent auf den höchsten jemals gemessenen Stand. Der Anteil derjenigen, die diese Sorge „häufig“ empfinden, liegt bei 17,9 Prozent, während 13,3 Prozent mit „manchmal“ und 8,2 Prozent mit „selten“ antworteten.

Der Anstieg der Kreditkartenschulden ist ein deutlicher Indikator für die wirtschaftliche Not in der Stadt. Laut der Studie konnten im Dezember 2025 35,4 Prozent der Teilnehmer nur den Mindestbetrag ihrer Kreditkartenrechnung begleichen. Der Anteil derjenigen, die angaben, „gar keine Zahlung leisten zu können“, erreichte mit 9,6 Prozent einen der höchsten Werte des Jahres. Im Vormonat (November 2025) lag die Quote für die Mindestzahlung noch bei 31,3 Prozent.

Es wurde zudem beobachtet, dass der Trend, Feierlichkeiten zu Hause oder im engsten Kreis zu verbringen, auch zum Jahreswechsel zunahm. Während im Dezember 2024 noch 91,8 Prozent der Menschen Silvester zu Hause verbrachten, stieg dieser Anteil im Dezember 2025 auf 93,1 Prozent. Der Anteil derjenigen, die ihre Art zu feiern aus wirtschaftlichen Gründen änderten, lag bei etwa 30 Prozent.