Wirtschaftsprofessor Duran Bülbül: 'Devisen werden unterdrückt, Desinflationsprozess könnte erschwert werden'
Wirtschaftsprofessor Duran Bülbül äußerte sich kritisch zur Devisenpolitik und zum Desinflationsprozess in der Türkei. Bülbül wies darauf hin, dass die Unterdrückung des Wechselkurses möglicherweise nicht nachhaltig sei und erklärte, dass Zinssenkungen den Anstieg der Devisenkurse befeuerten.
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Wirtschaftsprofessor Duran Bülbül äußerte sich zu den in der Türkei angewandten Devisenpolitiken und dem Desinflationsprozess. Bülbül stellte klar, dass die Verlangsamung des Preisanstiegs zwar als Desinflation definiert werde, dies jedoch nicht bedeute, dass die Inflation tatsächlich sinke.
Bülbül erklärte, dass versucht werde, den Wechselkurs durch Unterdrückung unter Kontrolle zu halten, und wies darauf hin, dass sinkende Zinssätze zu einem Anstieg der Devisenkurse führten. "Wenn die Zinsen sinken, steigt der Wechselkurs. Um diesen Anstieg zu verhindern, interveniert die Zentralbank durch den Verkauf von Devisen am Markt. Der Markt hat den Dollar jedoch basierend auf der aktuellen Inflation und den wirtschaftlichen Gegebenheiten bereits bei etwa 42 TL eingepreist", sagte er.
Bülbül betonte, dass die Inflation in der Türkei größtenteils auf Import- und Kosteninflation zurückzuführen sei, und unterstrich, dass die Unterdrückung des Wechselkurses ab einem gewissen Punkt unhaltbar werden könnte. "Ab einem bestimmten Punkt wird es nicht mehr möglich sein, diesen Druck aufrechtzuerhalten. Insbesondere wenn der Druck auf das Außenhandelsdefizit und die Devisenreserven zunimmt, wird es schwierig werden, eine Aufwärtsbewegung des Kurses zu verhindern", so Bülbül.
Ökonomen weisen darauf hin, dass die Volatilität des Wechselkurses unter Kontrolle gehalten werden müsse, damit der Desinflationsprozess gesund verlaufen könne. Die langfristigen Auswirkungen der aktuellen Politik und ihre Auswirkungen auf das Marktgleichgewicht bleiben jedoch weiterhin ein Thema von großem Interesse.