Yellen: Weltbank braucht einen „Wandel“
US-Finanzministerin Janet Yellen erklärte, dass die Weltbank Fortschritte bei ihren Reformen erzielt habe, jedoch ein Wandel zugunsten des Privatsektors erforderlich sei.
12punto
US-Finanzministerin Janet Yellen äußerte sich anlässlich der Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank an der Mohammed VI Polytechnic University in der marokkanischen Stadt Ben Guerir zu den Fortschritten bei den Reformbemühungen der multilateralen Entwicklungsbanken.
Yellen wies darauf hin, dass die Weltbank begonnen habe, an Grundsätzen für die Nutzung konzessionärer Finanzierungen zur Unterstützung von Projekten zu arbeiten, die den Klimawandel und andere globale Herausforderungen adressieren. Zudem erinnerte sie daran, dass die Bank auch an verbesserten Analyse- und Diagnoseinstrumenten arbeite, einschließlich der Entwicklungsberichte.
Yellen betonte, dass weitere Anstrengungen erforderlich seien, um das Personal der Weltbank so auszustatten, dass die gewünschten Ergebnisse erzielt werden können. Sie erklärte: „Dies erfordert interne Prozessverbesserungen, die die Agilität erhöhen und die Entscheidungsfindung beschleunigen, ohne die Qualität zu beeinträchtigen, sowie einen ‚kulturellen Wandel‘, der die Mobilisierung des Privatsektors und verantwortungsbewusstes Eingehen von Risiken beschleunigen wird.“
GEPRÜFTE REFORMEN KÖNNTEN KAPAZITÄT UM 200 MILLIARDEN DOLLAR ERHÖHEN
Yellen betonte, dass bei der Erhöhung der Finanzkapazität der multilateralen Entwicklungsbanken bedeutende Fortschritte erzielt worden seien, und teilte mit, dass die derzeit geprüften Reformen die neue Kreditvergabekapazität um mindestens 200 Milliarden Dollar erhöhen könnten.
Yellen äußerte die Erwartung, dass die Führungskräfte der Weltbank den Weg für die Emission von Hybridkapital ebnen und eine Plattform für Portfolio-Garantien genehmigen werden, die den Anteilseignern einen neuen Weg bietet, zur Arbeit der Bank beizutragen.