Zahl für Mindestlohn genannt

Hakan Aksoy, Senior-Fondsmanager für Schwellenländer bei Amundi, hat Prognosen dazu abgegeben, wie sich die Mindestlohnerhöhung in der Türkei auf Zinssenkungen auswirken könnte.

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Hakan Aksoy, Senior-Fondsmanager bei Amundi, erklärte in einem Interview mit Bloomberg HT, dass die Entscheidung der Zentralbank der Republik Türkei, den Leitzins auf 38 Prozent zu senken, im Einklang mit den Markterwartungen stehe. Aksoy wies darauf hin, dass der Rückgang der Inflation zwar anhalte, dieser jedoch an Dynamik verliere.

Aksoy äußerte die Vermutung, dass eine Mindestlohnerhöhung von 23 Prozent das Ausmaß der Zinssenkungen beeinflussen könnte. Er merkte an, dass die Markterwartungen für die Mindestlohnerhöhung zwischen 25 und 30 Prozent lägen. Sollte die Erhöhung bei etwa 25 Prozent liegen, schätzte Aksoy, dass es in den kommenden acht Sitzungen zu einer Zinssenkung um insgesamt 8 Prozentpunkte kommen könnte.

Laut dem optimistischeren Szenario von Amundi, so Aksoy, könnten die Zinssätze von 38 auf 29 Prozent sinken, sofern die Mindestlohnerhöhung bei 23 Prozent bleibe. Er sagte, dass diese Senkung in Schritten von jeweils 125 Basispunkten in den ersten sechs Monaten und jeweils 100 Basispunkten in den zweiten sechs Monaten erfolgen könnte.

Bezüglich der Inflationserwartungen erklärte Aksoy, dass man im Gegensatz zum Inflationsziel der Zentralbank von 16 Prozent für Ende 2026 davon ausgehe, dass die Inflation nicht unter 20 Prozent fallen werde. Aksoy gab an, dass eine Inflation von etwa 23 Prozent möglich sei und dies bei einem Wirtschaftswachstum von über 4 Prozent positive Auswirkungen auf die Börse haben könnte.