Zahlt 1 Milliarde Euro für die Generation Z

Der Online-Shopping-Riese eBay hat bekannt gegeben, dass er eine Vereinbarung zur Übernahme der Second-Hand-Mode-App Depop für rund 1 Milliarde Euro getroffen hat. Mit diesem Schritt konzentriert sich das Unternehmen insbesondere auf Nutzer der Generation Z und den schnell wachsenden Markt für gebrauchte Kleidung.

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Die beliebte Mode-App Depop wurde 2011 gegründet und hat sich in den letzten Jahren zu einer der bevorzugten Plattformen für ein junges Publikum entwickelt. Der Verkäufer ist das in den USA ansässige Unternehmen Etsy, das Depop vor fünf Jahren für 1,3 Milliarden Euro erworben hatte. Das Unternehmen erklärte, dass es den Erlös aus dem Verkauf für Investitionen in seinen Hauptmarktplatz sowie für allgemeine Unternehmenszwecke verwenden werde.

Nach den Daten, die Depop Ende Dezember 2025 vorlagen, gibt es auf dem Marktplatz der App 7 Millionen aktive Käufer. 90 Prozent dieser Nutzer sind unter 34 Jahre alt, und es gibt mehr als 3 Millionen aktive Verkäufer auf der Plattform. Mit der zunehmenden Popularität von Wiederverkaufsmode ist es insbesondere unter jungen Menschen verbreitet, zu günstigeren Preisen einzigartige Produkte zu finden und nachhaltige Konsumgewohnheiten zu festigen. Auch die Vermeidung, dass ungenutzte Kleidung auf Mülldeponien landet, unterstützt diesen Trend.

Der CEO von eBay, Jamie Iannone, erklärte, dass diese Übernahme einen wichtigen Beitrag dazu leisten werde, ein junges Kundenklientel zu erreichen. Iannone sagte, dass Depop durch die Erweiterung seines Servicenetzwerks unter dem Dach von eBay langfristig ein stärkeres Wachstumspotenzial erzielen werde. Der Vereinbarung zufolge wird Depop seine Markenidentität und Kultur beibehalten und weiterhin eigenständig operieren.

Der gesamte Kaufpreis wird in bar gezahlt, und die Transaktion wurde von den Vorständen beider Unternehmen einstimmig genehmigt. Der Abschluss der Übernahme wird für das zweite Quartal des Jahres erwartet.

Nach der Bekanntgabe der Nachricht stiegen die eBay-Aktien um mehr als 7 Prozent, während die Etsy-Aktien im nachbörslichen Handel um etwa 15 Prozent zulegten.