Zentralbank stoppt Goldankauf

Die Zentralbank der Republik Türkei hat beschlossen, den Ankauf von in heimischen Minen produziertem Gold einzustellen. Es wird erwartet, dass diese Entscheidung die Goldpreise auf dem Binnenmarkt stabilisiert und das Leistungsbilanzdefizit verringert.

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Die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) hat den Ankauf von landesweit produziertem Gold gestoppt. Mit einer Regelung aus dem Jahr 2017 war der Zentralbank das vorrangige Ankaufsrecht für in der Türkei produziertes Gold eingeräumt worden. Die jüngste Entscheidung bedeutet jedoch das Ende dieser Praxis; künftig wird das in lokalen Minen geförderte Gold direkt auf dem Markt verkauft.

PREISLÜCKE ZWISCHEN BINNENMARKT UND WELTMARKT WIRD GESCHLOSSEN

Es wird erwartet, dass diese Entscheidung der Zentralbank dazu beiträgt, die Preisdifferenz zwischen der Türkei und den Weltgoldmärkten zu verringern, indem sie sicherstellt, dass die lokale Goldproduktion auf dem Binnenmarkt zu ausgewogeneren Preisen gehandelt wird. Ökonomen zufolge wird sich durch die Umsetzung der Entscheidung die Schere zwischen den auf Goldimporte angewandten Quoten und den Preisen in der Türkei deutlich verengen.

NEUE DYNAMIK FÜR DEN SEKTOR ERWARTET

Es wird prognostiziert, dass diese Entscheidung auch positive Auswirkungen auf den Sektor haben wird, der aufgrund der Beschränkungen bei Goldimporten eine schwierige Phase durchlief. Die jährliche lokale Goldproduktion von rund 40 Tonnen wird direkt ab den Minen zum Verkauf angeboten, was eine wichtige Lösung für das Problem des Leistungsbilanzdefizits bei Goldimporten darstellen könnte.

Der Vorsitzende des türkischen Bergbauverbandes, Mehmet Yılmaz, erklärte gegenüber Ekonomim, dass die Entscheidung der TCMB darauf abziele, Preisunterschiede im Inland zu verringern. Yılmaz sagte: "Diese Entscheidung wird dazu beitragen, die Preisschere zu schließen und Tendenzen zu unlauteren Marktpraktiken zu verhindern."

Nach Angaben des World Gold Council liegen die Goldreserven der Türkei bei etwa 643 Tonnen, womit die Türkei weltweit an dritter Stelle der größten Goldkäufer steht. Es wird vermutet, dass der Stopp des Goldankaufs durch die Zentralbank der Republik Türkei mit Faktoren wie der Diversifizierung der Reserven oder der Volatilität auf den globalen Märkten zusammenhängen könnte.

Es wird darauf hingewiesen, dass der Stopp der Goldankäufe durch die Zentralbank sowohl negative als auch positive Auswirkungen auf das Leistungsbilanzdefizit der Türkei haben wird. Während die Realisierung bei den Goldpreisen einen negativen Effekt erzeugen könnte, könnte die Senkung der Importe positive Auswirkungen haben.

INVESTITIONEN IN GOLDRESERVEN DAUERN AN

Die Bemühungen zur Erhöhung der Goldreserven der Türkei werden fortgesetzt. Zum Jahr 2025 setzte die TCMB ihren Anstieg bei den Goldkäufen fort. Den Daten für das 3. Quartal 2025 zufolge stiegen die Goldreserven der Türkei auf 111,2 Milliarden Dollar.

Der Stopp der lokalen Goldankäufe durch die Zentralbank bedeutet, dass das aus den Minen geförderte Gold direkt auf den Markt gebracht wird.