Zentralbanken wenden sich wieder dem Gold zu

Es wird erwartet, dass das Interesse der globalen Zentralbanken an Gold in diesem Jahr weiter zunehmen wird. Experten weisen darauf hin, dass insbesondere Länder mit niedrigen Goldreserven trotz der gestiegenen Preise neue Käufe tätigen könnten.

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Es wird prognostiziert, dass die Goldnachfrage der Zentralbanken weltweit im Laufe des Jahres 2026 einen Aufwärtstrend aufweisen wird. Die Volatilität an den Finanzmärkten und das hohe Niveau der Goldpreise führen dazu, dass einige Länder ihre Reserveportfolios umstrukturieren.

Analysten zufolge halten Zentralbanken, deren Goldanteil in den Reserven gering ist, trotz der hohen Preise Ausschau nach Gelegenheiten für neue Goldkäufe. Insbesondere neue Käufer aus dem offiziellen Sektor werden in diesem Jahr eine wichtige Rolle auf dem Goldmarkt spielen.

Den Einschätzungen der Strategen von ANZ Research, Soni Kumari und Daniel Hynes, zufolge ist trotz der zu Jahresbeginn verzeichneten hohen Goldpreise mit einer neuen Nachfrage verschiedener Zentralbanken zu rechnen. Kumari und Hynes betonten, dass der erste Netto-Goldkauf der Zentralbank von Malaysia seit 2018 ein konkretes Beispiel für den strategischen Wandel auf globaler Ebene sei.

Demgegenüber wird die Möglichkeit, dass Zentralbanken in entwickelten Märkten ihre Goldreserven verkaufen könnten, von Experten als gering eingeschätzt. Insbesondere die zuletzt gestiegenen geopolitischen Spannungen und wirtschaftlichen Unsicherheiten führen dazu, dass die entwickelten Länder die Bedeutung von Gold in ihren Reserveportfolios beibehalten.

Für den Rest des Jahres wird erwartet, dass die Dynamik auf dem Goldmarkt durch den Einfluss sowohl traditioneller als auch neuer Käufer anhalten wird.