Zinssenkung der TCMB erhöht Devisennachfrage: Bewegung an den Märkten
Die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) hat den Leitzins um 250 Basispunkte auf 42,5 Prozent gesenkt. Diese Entscheidung führte zu einer erhöhten Nachfrage nach Devisen und löste Bewegungen an den Märkten aus.
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Die Entscheidung der TCMB zur Zinssenkung bei der zweiten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (PPK) des Jahres entsprach den Markterwartungen. Die vom Türkischen Statistischen Institut (TÜİK) am 3. März bekannt gegebene jährliche Inflationsrate von 39 Prozent war ein Vorbote der Zinssenkung. Marktanalysten hatten mit einer Zinssenkung von etwa 2,5 Prozentpunkten gerechnet.
Die Märkte haben begonnen, auf die dritte PPK-Sitzung am 17. April zu warten. Die Markterwartungen haben sich dahingehend gefestigt, dass die Zinssenkungen in den kommenden Monaten fortgesetzt werden.
An den globalen Märkten und bei internationalen Banken hat sich die Erwartung durchgesetzt, dass der Leitzins unter 30 Prozent fallen wird. Obwohl das Inflationsziel der TCMB für das Jahresende auf 24 Prozent revidiert wurde, wurde darauf hingewiesen, dass die Wahrnehmung der tatsächlichen Inflation an den Märkten auf einem höheren Niveau liegt. Experten merkten an, dass dies die Tendenz zur Umschichtung von Lira in Devisen und Gold beschleunigen könnte.
Während die Nachfrage nach Devisen nach der Zinsentscheidung der TCMB stieg, nahmen die Deviseneinlagen bei den Banken in den letzten zwei Wochen um über 8 Milliarden Dollar zu. Aufgrund der lange Zeit hohen Zinsen war die Nachfrage nach Devisen zurückgegangen und die Tendenz zu Investitionen in Lira hatte zugenommen.
Mit den Zinssenkungen hat die Attraktivität von Lira-Investitionen abgenommen und die Hinwendung zu Devisen wurde deutlicher. Dies hatte unterschiedliche Auswirkungen auf Industrielle und Exporteure. Während die Industriellen mit den niedrigen Zinsen zufrieden sind, profitierten die Exporteure von der Volatilität der Wechselkurse.