Apple beginnt mit der Akzeptanz von Drittanbieter-Zahlungen

Ab März wird Apple Nutzern in der EU ermöglichen, Apps außerhalb des App Stores herunterzuladen und Käufe zu tätigen.

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Apple hat sich lange gegen diese Änderungen gewehrt und argumentiert, dass sie Nutzer anfällig für Betrug, Schadsoftware sowie andere Datenschutz- und Sicherheitsrisiken machen würden. Aufgrund des Gesetzes über digitale Märkte (Digital Markets Act) der EU, das am 7. März in Kraft tritt, sind große Technologieunternehmen wie Apple jedoch gezwungen, wesentliche Änderungen an ihren Geschäftsabläufen vorzunehmen.

BETONUNG VON DATENSCHUTZ UND SICHERHEIT

In einer Erklärung des Apple-Managers Phil Schiller teilte das Unternehmen mit, dass es davon überzeugt sei, dass einige der Änderungen, wie die Öffnung des App Stores, Risiken für die Nutzer bergen. „Die Änderungen, die wir heute ankündigen, entsprechen den Anforderungen des Gesetzes über digitale Märkte der Europäischen Union und tragen dazu bei, die Nutzer in der EU vor den unvermeidlichen Datenschutz- und Sicherheitsbedrohungen zu schützen, die diese Regulierung mit sich bringt“, sagte er.

Die bedeutendsten Änderungen betreffen die Entwickler. Diese werden in der Lage sein, Zahlungen außerhalb des App Stores zu empfangen und ihre Anwendungen zu vertreiben. Gemäß den neuen Regeln wird Apple weiterhin einen Überprüfungsprozess für Anwendungen anwenden, die von außerhalb des App Stores stammen. Dieser Prozess wird als „Notarization“ bezeichnet und umfasst sowohl automatisierte als auch manuelle Prüfungen; er soll sich auf die „Integrität der Plattform konzentrieren und die Nutzer vor Schadsoftware schützen“. Das Unternehmen weist jedoch darauf hin, dass es „weniger Möglichkeiten“ habe, andere Risiken anzugehen, wie etwa „Apps, die Betrug, Täuschung oder Missbrauch enthalten, oder solche, die Nutzer illegalen, anstößigen oder schädlichen Inhalten aussetzen“.

„GEBÜHR FÜR BASIS-TECHNOLOGIE“

Apple ändert zudem die kritisierte Provisionsstruktur, bei der Entwickler nach dem ersten Jahr für Abonnements und In-App-Käufe eine Gebühr zahlen, die für die „meisten Entwickler“ auf 10 Prozent sinkt.

Gleichzeitig führt Apple eine neue „Zahlungsabwicklungsgebühr“ von 3 % für Transaktionen ein, die über den eigenen Store abgewickelt werden. Zudem wird eine neue „Gebühr für Basis-Technologie“ in Höhe von pauschal 0,50 € für jeden App-Download eingeführt, der nach der ersten Million Installationen entweder über den App Store oder eine Drittanbieter-Website erfolgt. Laut Apple wird die neue Gebührenstruktur dazu führen, dass die meisten Entwickler weniger zahlen als bisher, da sich die Gebühr für Basis-Technologie vor allem auf größere Entwickler auswirken wird.