Apple legt Berufung gegen Entscheidung der Europäischen Kommission ein

Apple hat Berufung gegen die von der Europäischen Kommission verhängte Geldstrafe in Höhe von 500 Millionen Euro eingelegt. Das Unternehmen behauptet, dass diese Entscheidung über die rechtlichen Grenzen hinausgehe.

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Die Europäische Kommission hatte im April entschieden, dass Apple gegen den Digital Markets Act verstoßen habe, da das Unternehmen Entwickler daran gehindert habe, Nutzer auf günstigere Optionen außerhalb des App Stores hinzuweisen. Aufgrund dieser Entscheidung wurde gegen Apple eine Geldstrafe in Höhe von 500 Millionen Euro verhängt.

Um diese Strafe abzuwenden, nahm Apple Änderungen an den App-Store-Richtlinien vor und führte neue Gebührenstrukturen für Entwickler ein. Das Unternehmen kritisierte jedoch, dass die Europäische Kommission sie dazu zwinge, "komplexe" Geschäftsbedingungen anzuwenden. In einer Stellungnahme erklärte Apple: "Die Entscheidung der Europäischen Kommission und die verhängte Strafe gehen weit über das hinaus, was das Gesetz erfordert."

Das Unternehmen argumentierte zudem, dass die Europäische Kommission die Definition von "Hinweisen" auf rechtswidrige Weise ausgeweitet habe. Apple behauptete, Brüssel habe die Definition erweitert, indem es nicht nur prüfte, ob Entwickler auf eine externe Website verlinken dürfen, sondern auch, ob sie Angebote innerhalb der App bewerben dürfen.

REAKTION AUF RECHTLICHE WAFFEN

In diesem Prozess behauptete Peter Navarro, Berater des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, dass die EU Regulierungen gegen amerikanische Tech-Giganten wie Apple und Meta als "rechtliche Waffen" einsetze. Auch Meta-CEO Mark Zuckerberg beschuldigte die EU, durch ihre digitalen Regeln "Zensur zu institutionalisieren".

Die Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Henna Virkkunen, hatte hingegen erklärt, dass die EU ihre Technologieregeln nicht ändern werde, nur um ein Handelsabkommen mit den USA zu unterzeichnen. Trump hatte damit gedroht, einen Zoll von 50 Prozent auf aus der EU importierte Produkte zu erheben, falls bis zum 9. Juli kein Handelsabkommen mit der EU zustande komme.

Der Wettbewerbsanwalt Tom Smith erklärte, dass Apple Widerstand gegen die Forderungen nach Veränderungen bei der Kontrolle über den App Store leiste und dass es für das Unternehmen aufgrund eines Milliardenmarktes vorteilhaft sei, die Entwicklung eines offeneren App-Ökosystems zu verzögern.

Die Europäische Kommission erklärte dazu: "Wir sind bereit, unsere Entscheidungen vor Gericht zu verteidigen."