Apple warnt: Telefone von 3 Ministern in der Türkei ins Visier genommen

Es wird behauptet, dass die Warnungen, die Apple vor Spionagesoftware-Angriffen verschickt hat, auch die Telefone von mindestens drei in der Türkei amtierenden Ministern erreicht haben. Während die Angriffsversuche als gescheitert eingestuft werden, wurde mitgeteilt, dass die betreffenden Telefone untersucht und ausgetauscht wurden.

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Es wird behauptet, dass Apple Warnmeldungen an mindestens drei in der Türkei amtierende Minister verschickt hat, wonach deren Telefone möglicherweise Ziel von Angriffen durch kostenpflichtige Spionagesoftware geworden sind.

Laut Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind und gegenüber Ragıp Soylu von Middle East Eye sprachen, waren diese Benachrichtigungen Teil derselben Welle von Warnungen, die Apple im vergangenen Monat an einige iPhone-Nutzer in 110 Ländern gesendet hatte. Die Quellen gaben an, dass man davon ausgehe, dass die Versuche, die Telefone der Minister zu kompromittieren, gescheitert seien.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurde berichtet, dass die betreffenden Telefone in der Türkei einer Untersuchung unterzogen, die Geräte anschließend ausgetauscht und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen implementiert wurden. Die Identität der Minister, die ins Visier geraten sein sollen, wurde nicht bekannt gegeben.

TELEFONE WURDEN UNTERSUCHT

Dem Bericht zufolge hat die neu gegründete Behörde für Cybersicherheit (Siber Güvenlik Başkanlığı) die betreffenden Telefone nach der Warnung von Apple einer technischen Untersuchung unterzogen. Ein türkischer Beamter erklärte, dass die Minister Telefone mit fortschrittlichen Sicherheitsvorkehrungen zum Schutz sensibler Informationen verwenden und speziell verschlüsselte Anwendungen nutzen.

Der Beamte wies darauf hin, dass Angriffsversuche auf die Telefone von Politikern, Geschäftsleuten und bekannten Persönlichkeiten in der Region zunehmen, und erklärte, dass hochrangige Persönlichkeiten unter der Annahme handelten, jederzeit Ziel werden zu können. Der türkische Beamte kommentierte dies mit den Worten: "Für diese Angriffe braucht es keinen speziellen Grund, und wir alle müssen vorsichtig sein."

Welche Spionagesoftware bei den Angriffen verwendet wurde, ist noch nicht geklärt. Da es zahlreiche Unternehmen gibt, die ähnliche Überwachungstools anbieten, wird davon ausgegangen, dass die Identifizierung der verwendeten Software einige Zeit in Anspruch nehmen könnte.

Es wurde bereits behauptet, dass hochrangige Beamte in der Türkei im Jahr 2021 Ziel von Angriffen waren, bei denen angeblich die in Israel entwickelte Spionagesoftware Pegasus zum Einsatz kam. Im selben Zeitraum wurde in einer Untersuchung der in Paris ansässigen Organisation Forbidden Stories und 16 Medienunternehmen behauptet, dass Regierungskunden seit 2016 mehr als 50.000 Telefonnummern als potenzielle Ziele ausgewählt hätten.

Experten zufolge können bei hochentwickelten Spionagesoftware-Angriffen sogenannte "Zero-Click"-Methoden eingesetzt werden. Bei diesen Angriffen muss der Nutzer weder auf einen Link klicken noch eine Aktion ausführen. Die Lockdown-Modus-Funktion von Apple zielt darauf ab, zusätzlichen Schutz gegen solche komplexen Angriffe zu bieten.