Ära des einheitlichen Ladeanschlusses für elektronische Geräte

Nachdem die Europäische Union beschlossen hat, ab Ende des Jahres für alle verkauften elektronischen Geräte den Standard-USB-C-Ladeanschluss einzuführen, hat auch die türkische Regulierungsbehörde BTK Schritte für eine einheitliche Ladelösung bei allen elektronischen Geräten eingeleitet.

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Die Europäische Union hatte beschlossen, dass ab dem 28. Dezember 2024 alle verkauften Mobiltelefone, Tablets und Kameras mit einem standardmäßigen USB-C-Ladeanschluss ausgestattet sein müssen.

Wie die Zeitung Türkiye Gazetesi berichtet, hat die Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien (BTK) einen Entwurf für eine Änderung der Verordnung über Funkanlagen vorbereitet.

Dem Entwurf zufolge müssen Mobiltelefone, Tablets, Digitalkameras, Kopfhörer, Headsets, tragbare Videospielkonsolen, tragbare Lautsprecher, E-Book-Reader, Tastaturen, Mäuse, tragbare Navigationssysteme, In-Ear-Kopfhörer und Laptops mit USB-C kompatibel sein. Zudem müssen diese Funkanlagen so hergestellt werden, dass sie den festgelegten Anforderungen an die Ladefähigkeit entsprechen. Die hergestellten Ladegeräte müssen mit anderem Zubehör kompatibel sein.

AUCH OHNE LADEGERÄT ERHÄLTLICH

Der Entwurf regelt auch das Inverkehrbringen von Funkanlagen bestimmter Kategorien und Klassen ohne Ladegerät. Demnach müssen Wirtschaftsakteure, wenn sie ihre Geräte zusammen mit einem Ladegerät auf den Markt bringen, Verbrauchern und anderen Endnutzern auch die Möglichkeit bieten, dasselbe Gerät ohne Ladegerät zu erwerben.

Dem Entwurf zufolge treten die Bestimmungen der Verordnung für Produkte wie Telefone, Tablets und Digitalkameras ab dem 28. Dezember 2024 in Kraft. Für Laptops gelten die Bestimmungen der Verordnung erst ab dem 28. April 2026.

1,12 MILLIARDEN TL EINSPARUNG

In den EU-Ländern werden jährlich etwa 2,4 Milliarden Euro für externe Ladegeräte ausgegeben. Weggeworfene und ungenutzte Ladegeräte verursachen jährlich etwa 11.000 Tonnen Elektroschrott. Mit der Lösung eines einheitlichen Ladegeräts soll der Abfall um jährlich etwa 1.000 Tonnen reduziert werden.

Die Summe, die Verbraucher für Ladegeräte ausgeben, beläuft sich auf 250 Millionen Euro. In der Türkei werden jährlich etwa 15 Millionen Mobiltelefone verkauft.

Durch das einheitliche Ladegerät wird ein Rückgang der potenziellen Produktion von Ladegeräten um etwa 1,5 Millionen Stück erwartet. Unter Berücksichtigung einer Quote von 50 % wird gehofft, dass die Produktion um jährlich etwa 7,5 Millionen Stück sinkt und somit Einsparungen in Höhe von 1 Milliarde 125 Millionen Lira erzielt werden.