Berichten zufolge plant Samsung eine Preiserhöhung von 15 Prozent bei Wafern für die 5-nm- und 4-nm-Chipfertigung
Die steigende Nachfrage nach KI-Chips könnte Samsung dazu veranlassen, seine Preispolitik bei fortschrittlichen Fertigungsverfahren zu ändern.
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Die Nachfrage nach KI-fokussierten Prozessoren beginnt nun auch die Preispolitik der Halbleiterhersteller zu beeinflussen. Jüngsten Berichten aus Branchenkreisen zufolge bereitet sich Samsung darauf vor, die Preise für Wafer, die in den 5-nm- und 4-nm-Fertigungsprozessen verwendet werden, um etwa 15 Prozent zu erhöhen.
Dieser Schritt wird mit dem Anstieg der Bestellungen für Rechenzentren, KI-Beschleuniger, Hochleistungsprozessoren und HBM-Speicherlösungen der neuen Generation in Verbindung gebracht. Es heißt, dass die Kapazitätsauslastung in den Samsung-Werken aufgrund der gestiegenen Nachfrage zugenommen habe, was es dem Unternehmen ermögliche, seine Produktionskapazitäten zu höheren Preisen anzubieten.
Es war bekannt, dass Samsung lange Zeit versucht hat, Kunden durch Preisvorteile bei fortschrittlichen Fertigungsverfahren zu gewinnen. Sollte die angebliche Preiserhöhung umgesetzt werden, wird dies als eine teilweise Abkehr von dieser Strategie gewertet. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Preiserhöhung möglicherweise nicht für alle Kunden im gleichen Maße gilt und je nach Auftragsvolumen und bestehenden Verträgen variieren kann.
Ein Anstieg der Wafer-Preise um 15 Prozent bedeutet nicht zwangsläufig, dass Smartphones, Grafikkarten oder andere elektronische Produkte direkt im gleichen Maße teurer werden. Die Wafer-Kosten machen nur einen Teil der gesamten Produktionskosten eines Endprodukts aus. Dennoch könnte der anhaltende Anstieg der Produktionskosten in Zukunft einen gewissen Druck auf die Preise einiger Produkte ausüben.
Diese Entwicklung wird auch im Hinblick auf den Foundry-Wettbewerb zwischen Samsung und TSMC als bemerkenswert angesehen. Der wachsende Kapazitätsbedarf für KI-Chips könnte in der kommenden Zeit nicht nur leistungsfähigere Prozessoren, sondern auch kostspieligere Fertigungsverfahren in den Fokus rücken.