Beschwerden über Internetanbieter erreichen Höchststand der letzten vier Jahre

Daten von Şikayetvar zufolge stiegen die Beschwerden über Internetanbieter in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 um 16 Prozent auf 78.610 an.

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Bei den Verbraucherbeschwerden über Internetanbieter war in den ersten sieben Monaten des Jahres 2026 ein bemerkenswerter Anstieg zu verzeichnen. Laut Daten von Şikayetvar stieg die Zahl der Eingaben in dieser Kategorie von 67.642 im gleichen Zeitraum des Vorjahres auf 78.610. Damit beläuft sich der jährliche Anstieg der Beschwerden auf 16 Prozent.

Den Daten zufolge beschleunigte sich der Anstieg insbesondere im Juli. Die Zahl der Beschwerden, die im Juni 2026 bei 10.656 lag, erreichte im Juli mit einem Zuwachs von 36 Prozent 14.498. Der Juli sticht damit als der Monat mit den bisher meisten verzeichneten Beschwerden des Jahres hervor.

Auch in der wöchentlichen Übersicht zeigte sich ein ähnlicher Aufwärtstrend. In der 31. Kalenderwoche 2026 wurden 3.448 Beschwerden über Internetanbieter registriert. Dies entspricht einem Anstieg von 11 Prozent gegenüber der Vorwoche.

AUSFÄLLE UND GESCHWINDIGKEITSPROBLEME IM VORDERGRUND

Zu den am häufigsten genannten Themen bei den Beschwerden gehörten tagelange Internetausfälle. Nutzer beklagten zudem, dass die versprochene Geschwindigkeit nicht erreicht werde, häufige Verbindungsabbrüche, hohe Ping-Werte, die ungelöste Schließung von Störungsmeldungen sowie die Unerreichbarkeit des Kundendienstes.

  • - Tagelange Internetausfälle
  • - Nichterreichung der versprochenen Internetgeschwindigkeit
  • - Ständige Verbindungsabbrüche, Schwankungen und hoher Ping
  • - Ungelöste Schließung von Störungsmeldungen
  • - Unerreichbarkeit des Kundendienstes
  • - Mangelhafte Glasfaserinfrastruktur und Port-Kapazitäten
  • - Probleme bei Installation, Aktivierung, Umzug und Adressänderung
  • - Fehlerhafte oder überhöhte Rechnungen sowie Probleme bei Verträgen, Kündigungen und Stornogebühren

In den auf der Plattform veröffentlichten beispielhaften Beschwerden gaben einige Nutzer an, dass sie tagelang keine Verbindung herstellen konnten und dennoch keine Anpassung ihrer Rechnungen erfolgte. In einigen Fällen wurde berichtet, dass trotz Übermittlung von Geschwindigkeitstests keine dauerhafte Lösung angeboten wurde, widersprüchliche Informationen zur Infrastruktur bei Umzugsprozessen gegeben wurden und Anträge auf kostenlose Kündigung abgelehnt wurden.

Im Vergleich der gleichen Zeiträume wurden für Internetanbieter im Jahr 2023 49.864, im Jahr 2024 71.034 und im Jahr 2025 67.642 Beschwerden registriert. Die 78.610 Eingaben im Jahr 2026 markieren den höchsten Stand der letzten vier Jahre. Dieses Bild deutet auf einen Anstieg von etwa 58 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2023 hin.