ChatGPT und ähnliche Chatbots reagieren auf Emotionen

Forscher haben entdeckt, dass Systeme eine bessere Leistung erbringen, wenn sie mit emotionalen Befehlen gesteuert werden.

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Eine neue Studie hat gezeigt, dass Chatbots wie ChatGPT auf die Emotionen ihrer Nutzer reagieren.

Wenn Nutzer ihnen emotionale Befehle geben, liefern die Systeme bessere Antworten.

Forscher, darunter auch Vertreter von Microsoft, stellen fest, dass es ein allgemeiner Konsens ist, dass große Sprachmodelle wie ChatGPT ein Schritt in Richtung künstlicher allgemeiner Intelligenz sind, also eines Systems, das auf dem gleichen Niveau wie Menschen lernen kann.

SIE TESTETEN, OB DIE BOT-SYSTEME EMOTIONALE REIZE VERSTEHEN

Wie aus einem Bericht von Independent Türkçe hervorgeht, erklärten sie, dass einer der entscheidenden Faktoren, die sie zurückhalten, der Mangel an emotionaler Intelligenz sei. In dem online veröffentlichten Artikel schrieben die Forscher: „Das Verstehen von und Reagieren auf emotionale Hinweise verschafft Menschen einen klaren Vorteil bei der Problemlösung.“

Die Forscher nutzten eine Vielzahl verschiedener Systeme, um zu untersuchen, wie diese bei Tests zur emotionalen Intelligenz abschneiden, um festzustellen, ob diese Modelle emotionale Reize verstehen können. Neben ChatGPT und GPT-4 griffen sie auch auf andere Systeme wie Metas Llama 2 zurück.

Sie gaben dem Chatbot Ausdrücke, die die Bedeutung der Aufgabe betonten, wie etwa den Hinweis, dass die Aufgabe für die Karriere des Nutzers wichtig sei oder dass er stolz auf seine Arbeit sein solle. Sie gaben auch andere Befehle ein, die darauf abzielten, das System zur Selbstreflexion anzuregen, wie etwa die Frage, ob es sich seiner Antworten sicher sei.

Diese von den Forschern als „EmotionPrompts“ bezeichneten Ausdrücke wurden auf der Grundlage einer Reihe psychologischer Theorien erstellt. Während einige beispielsweise das Selbstvertrauen des Bots infrage stellten, um ihn zur „Selbstüberwachung“ zu ermutigen, nutzten andere die sozial-kognitive Theorie mit Ermutigungen wie „bleib entschlossen“.

Die Forscher entdeckten, dass diese Befehle funktionierten. Die Autoren der Studie gaben an, dass die Verwendung der Befehle die Leistung der Systeme bei produktiven Aufgaben erheblich steigerte; gemessen an Leistung, Genauigkeit und Verantwortung waren sie im Durchschnitt um 10,9 Prozent besser.

Der Artikel kommt zu dem Schluss, dass vieles darüber, wie emotionale Befehle funktionieren, ein Rätsel bleibt. Die Forscher erklärten, dass weitere Studien erforderlich seien, um zu verstehen, wie Psychologie mit großen Sprachmodellen interagiert.

Wissenschaftler stellten zudem fest, dass große Sprachmodelle und Menschen unterschiedlich auf emotionale Reize reagieren, da Studien nicht zeigen, dass Menschen allein durch mehr emotionale Reize über ein besseres Urteilsvermögen oder bessere kognitive Fähigkeiten verfügen. Die Forscher kamen zu folgendem Schluss:

Das Geheimnis hinter diesem Unterschied bleibt unklar, und wir überlassen es zukünftigen Studien, den tatsächlichen Unterschied zwischen der emotionalen Intelligenz von Menschen und großen Sprachmodellen zu verstehen.

Der Artikel mit dem Titel „Large Language Models Understand and Can be Enhanced by Emotional Stimuli“ (Große Sprachmodelle verstehen emotionale Reize und können durch diese verbessert werden), in dem die Ergebnisse erläutert werden, wurde auf ArXiv veröffentlicht.