China beschleunigt die Abschaffung der speziellen Windows-10-Version für öffentliche Einrichtungen
Berichten zufolge hat Peking staatlich verbundene Organisationen angewiesen, die spezielle Windows-10-Version zu entfernen; die Entscheidung wurde durch Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit beschleunigt.
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China hat Berichten zufolge den Prozess zur Abschaffung der speziell für staatliche Einrichtungen entwickelten Microsoft Windows-10-Version beschleunigt. Die Entscheidung wird als ein weiterer Schritt in Pekings Politik gewertet, die Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu verringern und auf heimische Alternativen in kritischen öffentlichen Systemen zu setzen.
Wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berichtet, hat das chinesische Ministerium für Staatssicherheit einige staatlich verbundene Organisationen angewiesen, die angepasste Windows-10-Software von ihren Computern zu entfernen. Dieser Schritt ziehe den ursprünglich geplanten Zeitplan für die Außerbetriebnahme des Betriebssystems um mehrere Monate vor.
Die Quellen gaben an, dass die Entscheidung mit Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit zusammenhänge, nannten jedoch keine Details dazu, auf welche potenziellen Sicherheitslücken sich die chinesischen Behörden konzentrieren. Es ist zudem bemerkenswert, dass die Anweisung nur wenige Wochen vor dem geplanten Treffen zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping erfolgte.
SPEZIELLE VERSION WURDE 2016 ENTWICKELT
Die Version, deren Nutzung eingestellt werden soll, wurde Berichten zufolge von C&M Information Technologies Co. entwickelt. CMIT wurde 2016 als Joint Venture zwischen Microsoft und dem chinesischen Staatsunternehmen China Electronics Technology Group Corp. gegründet. Ziel des Unternehmens war es, eine Version von Windows 10 zu erstellen, die den Sicherheitsanforderungen Pekings entspricht.
Dem Bericht zufolge plante CMIT, diese Software im Rahmen der Regierungskampagne zur Begrenzung der Nutzung ausländischer Technologie im Februar 2027 aus dem Verkehr zu ziehen. Die neue Richtlinie wird jedoch als Zeichen dafür gewertet, dass der Prozess früher abgeschlossen werden soll.
Nach dieser Entwicklung stiegen die Aktien chinesischer Softwareunternehmen. Die Aktien von Hunan Kylinsec Technology Co. und Archermind Technology Co. erreichten ihr tägliches Limit von 20 Prozent, während die Aktien der China National Software & Service Co. um 10 Prozent zulegten.
Ein Sprecher von Microsoft erklärte, dem Unternehmen sei kein Sicherheitsvorfall bekannt, der dieses Produkt betreffe, welches weiterhin regelmäßige Sicherheitsupdates erhalte, und fügte hinzu: „Wir haben nichts weiter mitzuteilen.“
Es wurde berichtet, dass das Informationsbüro des Staatsrats der Volksrepublik China auf eine Anfrage um Stellungnahme nicht reagierte und die Anfrage an das Ministerium für Staatssicherheit weitergeleitet wurde, da für dieses keine öffentlichen Kontaktinformationen vorliegen. Auch CMIT reagierte nicht auf eine Anfrage um Stellungnahme zu diesem Thema.