Deepfake-Betrug in sozialen Medien schlägt Alarm
Es wurde festgestellt, dass Betrugsmaschen in sozialen Medien, die mittels Deepfake-Technologie durchgeführt werden, rapide zunehmen und Nutzer insbesondere mit Angeboten wie Investitionsplänen ins Visier genommen werden. Hier erfahren Sie, worauf Social-Media-Nutzer achten müssen...
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Das Cybersicherheitsunternehmen ESET hat seinen Bedrohungsbericht für die zweite Jahreshälfte 2024 veröffentlicht. Der Bericht unterstreicht, dass insbesondere Betrugsmaschen unter Einsatz von Deepfake-Technologie eine ernsthafte Bedrohung für Social-Media-Nutzer darstellen.
DEEPFAKE-BETRUG NIMMT ZU
Den Daten von ESET zufolge sind Betrugskampagnen, die mit Deepfake-Videos und gefälschten Unternehmensbeiträgen durchgeführt werden, zwischen Juni und November 2024 um 335 Prozent gestiegen. Die Zielgruppe dieser Betrügereien besteht meist aus Personen, die mit Versprechen auf schnellen Gewinn getäuscht werden.
Die meisten Betrugsfälle wurden in Japan, der Slowakei, Kanada, Spanien und Tschechien verzeichnet.
Jirí Kropác, Direktor für Bedrohungserkennung bei ESET, erklärte dazu: "In der zweiten Jahreshälfte 2024 konzentrierten sich Cyberkriminelle darauf, neue Angriffsmethoden zu entwickeln, um Verteidigungssysteme zu umgehen. Es wurde ein signifikanter Anstieg bei Deepfake-Betrugsmaschen beobachtet. Dies zeigt, dass Social-Media-Nutzer vorsichtiger sein müssen."
ACHTUNG VOR DATENDIEBSTAHL UND RANSOMWARE!
Der Bericht weist darauf hin, dass die Schadsoftware Formbook die zuvor prominente Schadsoftware Agent Tesla abgelöst hat.
Zudem wurde festgestellt, dass die Schadsoftware Lumma Stealer um 369 Prozent zugenommen hat und eine neue, bemerkenswerte Bedrohung darstellt.
Bei Ransomware-Angriffen wurde RansomHub als führend eingestuft, da die Gruppe in der zweiten Jahreshälfte 2024 zahlreiche Opfer ins Visier nahm. Die Schadsoftware namens Redline Stealer wurde hingegen durch internationale Operationen zerschlagen.
Der Bericht betont zudem das wachsende Interesse von Gruppen aus China, Nordkorea und dem Iran an Ransomware.
KRYPTOWÄHRUNGEN UND FINANZ-APPS IM VISIER
Das Erreichen von Rekordwerten bei Kryptowährungen in der zweiten Jahreshälfte 2024 hat auch die Cyberbedrohungen in diesem Bereich verschärft.
Laut ESET-Daten gab es insbesondere auf der macOS-Plattform einen deutlichen Anstieg von Schadsoftware, die auf Krypto-Wallets abzielt.
Während Software wie Atomic Stealer effektiv sensible Daten auf Mac-Geräten stiehlt, sind auch die Bedrohungen für Android-Banking-Apps und Krypto-Wallets um 20 Prozent gestiegen.
NUTZER MÜSSEN VORSICHTIG SEIN
Experten warnen Social-Media-Nutzer zur Vorsicht.
Es wird darauf hingewiesen, dass mit Deepfake-Technologie erstellte gefälschte Videos immer realistischer werden, was es Betrügern erleichtert, ihre Opfer zu täuschen.
Sicherheitsexperten raten dazu, insbesondere bei Investitionsangeboten und geschäftlichen Möglichkeiten skeptisch zu sein.
Dieser Bericht verdeutlicht einmal mehr, dass sich Cyberbedrohungen schnell weiterentwickeln und Nutzer auf Online-Plattformen sowie bei Finanztransaktionen wachsamer sein müssen.