Der 26 Jahre alte MechaCon-Sicherheitschip der PlayStation 2 wurde durch Reverse Engineering geknackt

Der Retro-Hardware-Enthusiast DiscoStarslayer hat Zugriff auf den Inhalt des MechaCon-Chips erhalten, der das optische Laufwerk und die Schutzsysteme der PS2 steuert.

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Der als „MechaCon“ bekannte Sicherheitschip mit der Kennung CXP102064, der als eines der am schwierigsten zu entschlüsselnden Hardware-Teile der PlayStation 2 galt, wurde 26 Jahre nach der Markteinführung der Konsole durch Reverse Engineering geknackt.

Der kanadische Retro-Hardware-Enthusiast DiscoStarslayer konnte nach vierjähriger Arbeit auf den Inhalt des Chips zugreifen. Der MechaCon gilt als eine der kritischen Komponenten der ursprünglichen PS2, die den Betrieb des optischen Laufwerks sowie die Anti-Piraterie-Schutzmechanismen verwaltet.

Bei der Arbeit wurden Methoden wie das chemische Öffnen des Gehäuses, das Auslesen optischer Daten und die Untersuchung der Siliziumschaltkreise unter dem Mikroskop angewandt. Am Ende des Prozesses wurde eine Sicherheitslücke identifiziert, die es ermöglichte, die Daten auf dem Chip mittels Software zu extrahieren.

DiscoStarslayer gab die Entwicklung über die Plattform X bekannt und dankte seinem Kollegen Libby, der eine Rolle bei der Entdeckung der Sicherheitslücke spielte, die den Zugriff auf den Inhalt des Chips ermöglichte.

Der MechaCon-Chip spielte eine zentrale Rolle bei den optischen Laufwerks- und Sicherheitsmechanismen der PlayStation 2.

DIE AUSWIRKUNGEN SIND NICHT AUF DIE KONSOLE BESCHRÄNKT

Der MechaCon-Chip wurde nicht nur in der PlayStation 2 verwendet. Diese Komponente, die auch in einigen PS2-basierten Arcade-Systemen verbaut war, findet sich zudem in den Plattformen System 246 und System 256 von Namco sowie in den Python 1-Systemen von Konami. Daher wird davon ausgegangen, dass die Auswirkungen dieser Reverse-Engineering-Arbeit nicht auf Heimkonsolen beschränkt bleiben werden.

Eine bessere Dokumentation der Funktionsprinzipien des Chips könnte neue Möglichkeiten für PS2-Emulationsprojekte und die Entwicklung unabhängiger Software eröffnen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass dies den Weg für die Entwicklung lang erwarteter, fortschrittlicherer Emulatoren für optische Laufwerke ebnen könnte.

Während die PlayStation 2 weiterhin als eine der meistdiskutierten Hardware-Plattformen der Spielegeschichte gilt, wird diese Arbeit am MechaCon als ein bedeutender technischer Meilenstein in den Bereichen Retro-Gaming-Erhaltung, Hardware-Archivierung und Emulation angesehen.