Der Hoba-Meteorit: 60 Tonnen schwer und zu 80 Prozent aus Eisen
Der im südafrikanischen Namibia gefundene Hoba-Meteorit gilt als der größte bekannte Meteorit der Welt, der aus einem einzigen Stück besteht.
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Die Hoba-Region in der Nähe der Stadt Grootfontein im Norden Namibias beherbergt eines der am besten erhaltenen Himmelskörper, die jemals auf die Erde gestürzt sind.
Der als „größter Meteorit der Welt aus einem Stück“ bekannte Hoba-Meteorit zählt zu den bedeutendsten touristischen Attraktionen der Region.
1920 ENTDECKT
Jonathan, ein namibischer Reiseführer am Hoba-Meteoriten-Denkmal, erklärte, dass der Hoba-Meteorit, der den Titel des größten bekannten einteiligen Meteoriten der Welt trägt, vermutlich vor 80.000 Jahren auf die Erde gestürzt ist.
Jonathan, der seinen Nachnamen nicht nannte, gab an, dass der Meteorit 1920 zufällig von einem namibischen Farmer deutscher Abstammung namens Jacobus Hermanus Brits bei Feldarbeiten entdeckt wurde.
Nachdem ein von dem Objekt entnommenes Stück getestet wurde, habe man entdeckt, dass es sich um einen Meteoriten handele, so Jonathan. Er erklärte weiter, dass der Stein von Brits den Namen „Hoba“ erhalten habe, was in der lokalen Sprache „Ich habe gefunden“ bedeutet.
Jonathan merkte an, dass sich ein halber Meter des Meteoriten unter der Erde befinde.
Der Stein sei etwa 3 Meter lang und breit sowie knapp 1 Meter hoch, sagte Jonathan und fügte hinzu: „Der Stein wiegt etwa 60 Tonnen. Das entspricht dem Gewicht von drei männlichen Elefanten.“
Jonathan berichtete, dass der Stein aus den drei Hauptkomponenten Eisen, Nickel und Kobalt bestehe: „Er besteht zu 80 Prozent aus Eisen, zu 16 Prozent aus Nickel und zu 0,76 Prozent aus Kobalt.“
Jonathan wies zudem darauf hin, dass der Meteorit in geringen Mengen auch andere Elemente wie Zink, Lithium, Barium und Kohlenstoff enthalte und fügte hinzu: „Aber er enthält kein Gold und keine Diamanten. Überhaupt keine.“
UNTER SCHUTZ GESTELLT
Jonathan erklärte, dass der Hoba-Meteorit aufgrund seiner Zusammensetzung immer die gleiche Temperatur beibehalte: „Wenn man außerdem auf den Stein steigt, sich genau in die Mitte stellt und etwas sagt, wird man feststellen, dass die eigene Stimme ein Echo erzeugt.“
Jonathan sagte auch, man vermute, dass der Meteorit seine Integrität bewahrt habe, weil er nicht senkrecht auf die Erde gestürzt sei, sondern flach, ähnlich wie ein Stein, der über Wasser springt.
Darüber hinaus berichtete Jonathan, dass der Stein vor Jahren von Menschen, die dort campten, beschädigt worden sei. Nach diesem Vorfall sei er eingezäunt und unter Schutz gestellt worden.