Der Schlüssel zum Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: Hohe Kompetenzen

Laut dem Bericht „Humankompetenzen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ des Instituts für Gesellschaftsstudien (Toplum Çalışmaları Enstitüsü) stechen Länder mit einer hohen Kapazität an kognitiven Fähigkeiten in der Wirtschaft hervor.

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In dem vom Institut für Gesellschaftsstudien erstellten Bericht zu Bildung und Humankapital wird dargelegt, dass für die langfristige Wirtschaftsleistung von Ländern nicht nur die durchschnittliche Bildungsdauer entscheidend ist, sondern auch die durch Bildung vermittelten kognitiven, sozialen und emotionalen Kompetenzen.

Der Bericht hält fest, dass das weltweite Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Jahr 1970 bei 816 US-Dollar lag und bis 2024 auf 13.631 US-Dollar gestiegen ist. Gleichzeitig wird jedoch darauf hingewiesen, dass der globale Wohlstandszuwachs nicht gleichmäßig zwischen den Ländern verteilt ist und Länder der hohen Einkommensgruppe den Abstand zu anderen Nationen im Laufe der Zeit vergrößert haben.

IN WELCHEN BEREICHEN KONZENTRIEREN SICH WIRTSCHAFTEN MIT HOHEM EINKOMMEN

Dem Bericht zufolge besteht wirtschaftliche Entwicklung nicht nur aus Einkommenswachstum; auch der Wandel in der Produktionsstruktur zählt zu den grundlegenden Indikatoren für Entwicklung. Nach Daten von 2023 betrug der Anteil des Dienstleistungssektors am BIP in Ländern der hohen Einkommensgruppe 69,1 Prozent, während dieser Anteil in Ländern der niedrigen Einkommensgruppe bei 35,4 Prozent lag. Der Anteil der Landwirtschaft blieb in Ländern der hohen Einkommensgruppe bei etwa 1,4 Prozent, während er in Ländern der niedrigen Einkommensgruppe 26,3 Prozent erreichte.

ZUSAMMENHANG ZWISCHEN PISA-ERFOLG UND WIRTSCHAFTLICHER LEISTUNG

In Analysen auf Basis der PISA-Daten der OECD wurde festgestellt, dass Länder wie China, Singapur, Südkorea, Polen und Irland, die in jüngster Zeit eine hohe wirtschaftliche Wachstumsleistung gezeigt haben, gleichzeitig überdurchschnittliche PISA-Ergebnisse aufweisen.

Der Bericht enthält zudem den vom Institut für Gesellschaftsstudien entwickelten Index für kognitive Arbeitskräfte (Bilişsel İşgücü Endeksi). Der Zusammenhang zwischen dem Indexwert, der sich aus der PISA-Spitzenleistungsquote, dem allgemeinen PISA-Wert, der durchschnittlichen Bildungsdauer und der Lebenserwartung zusammensetzt, und dem Wohlstandsniveau der Länder ist bemerkenswert. Der Studie zufolge belegen Länder mit einem hohen Indexwert auch bei den Einkommensniveaus pro Kopf die vorderen Plätze.

KÜNSTLICHE INTELLIGENZ VERÄNDERT DIE GEFRAGTEN KOMPETENZEN AUF DEM ARBEITSMARKT

Im Bericht wird festgehalten, dass Digitalisierung, Automatisierung und Technologien der Künstlichen Intelligenz einen bedeutenden Wandel auf den Arbeitsmärkten bewirken. Laut dem „Future of Jobs“-Bericht des Weltwirtschaftsforums gehen 44 Prozent der Arbeitgeber davon aus, dass sich die grundlegenden Kompetenzen der Beschäftigten in den nächsten fünf Jahren erheblich verändern werden, während etwa 60 Prozent der Unternehmen Umschulungs- und Weiterbildungsprogramme für ihre Mitarbeiter benötigen.

Während für technologieintensive Berufe wie Datenanalysten, Experten für Künstliche Intelligenz, Cybersicherheitsexperten und Softwareentwickler ein Wachstum erwartet wird, wurde darauf hingewiesen, dass in Bereichen wie Dateneingabe und routinemäßige Verwaltungsaufgaben Beschäftigungsverluste auftreten könnten.

SOZIALE UND EMOTIONALE KOMPETENZEN SIND MIT AKADEMISCHEM ERFOLG VERKNÜPFT

Der Bericht weist darauf hin, dass soziale und emotionale Kompetenzen wie Selbstbeherrschung, Verantwortungsbewusstsein, Kooperationsfähigkeit, Neugier und Kreativität mit akademischem Erfolg und Lebensresultaten in Verbindung stehen.

OECD-Daten zufolge besteht ein starker Zusammenhang zwischen sozialen und emotionalen Kompetenzen wie Leistungsmotivation, Ausdauer, Neugier, Verantwortungsbewusstsein und Selbstbeherrschung sowie akademischem Erfolg. Studien zufolge haben Kinder mit ausgeprägten sozialen und emotionalen Kompetenzen eine höhere Wahrscheinlichkeit, im akademischen Leben erfolgreich zu sein.

Wie im Bericht hervorgehoben, zeigen OECD-Daten, dass sozioökonomisch benachteiligte Schüler in allen Bereichen sozialer und emotionaler Kompetenzen schlechtere Leistungen erbringen.

Der Bericht unterstreicht die wachsende Bedeutung sozialer und emotionaler Kompetenzen für den Erfolg und das Wohlergehen künftiger Generationen in der Türkei und weist auf die kritische Rolle hin, die sozioökonomische Bedingungen bei der Entwicklung dieser Kompetenzen bei Schülern spielen.