Deutscher Nationalpreis für Özlem Türeci und Uğur Şahin

Die Gründer von Biontech, Özlem Türeci und Uğur Şahin, die bei der Entwicklung des Covid-19-Impfstoffs Pionierarbeit geleistet haben, wurden mit dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet.

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Der Preis, mit dem die Deutsche Nationalstiftung seit 1997 Persönlichkeiten und Institutionen ehrt, die einen Beitrag zur demokratischen Gesellschaft leisten, wurde im Rahmen einer Zeremonie in der historischen Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin verliehen. An der Veranstaltung nahmen zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft teil.

Bei der Überreichung des mit 50.000 Euro dotierten Preises würdigte der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz die Leistungen von Türeci und Şahin in den Bereichen Wissenschaft und Unternehmertum. Merz erklärte: "Als Wissenschaftler und Unternehmer repräsentieren Sie die zukünftige Stärke einer freien Gesellschaft. Heute ehren wir mit Ihnen zwei Wegweiser der modernen Medizin."

Bundeskanzler Merz betonte den Glauben von Türeci und Şahin an die mRNA-Technologie sowie ihre Vision, diese Technologie sowohl für den Covid-19-Impfstoff als auch für Krebstherapien einzusetzen. "Wo viele ein Risiko sahen, sahen sie eine Chance. Damit ihre eigene Forschung die Patienten erreichen konnte, gründeten sie zunächst Ganymed Pharmaceuticals und anschließend 2008 BioNTech. Es ist mir eine Ehre, den Nationalpreis zu verleihen", sagte er.

"EINE MEDIZINISCHE REVOLUTION"

Merz bezeichnete die schnelle Entwicklung des Covid-19-Impfstoffs als "medizinische Revolution" und stellte fest, dass dieser Erfolg Millionen von Leben gerettet habe. Zudem äußerte er sich hoffnungsvoll über die Arbeiten in der Krebsforschung und sagte: "Diese Arbeiten ermöglichen eine Zukunft, in der der Krebs seinen Schrecken verlieren könnte."