Die ältesten Geheimnisse der Erde durch 450 Millionen Jahre alte Diamanten enthüllt

Diamanten können uns Hinweise darauf geben, wie sich Kontinente entwickelt haben und wie sie sich bewegen.

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Es hat sich herausgestellt, dass Diamanten nicht nur ein Material sind, das Menschen zur Verzierung verwenden, sondern auch für Geologen äußerst nützlich sein können. Wie eine neue Studie zeigt, können einige Diamanten sogar Geheimnisse über die Entwicklung der Erde enthüllen.

Diamanten, das härteste bekannte natürliche Mineral, haben viele Ereignisse überdauert, einschließlich der Entstehung und des Untergangs von „Superkontinenten“. Laut der von Chip berichteten Studie analysierten Forscher Diamanten, die vor Millionen von Jahren unter dem Superkontinent Gondwana entstanden sind, der tief unter der Erdoberfläche begraben liegt.

Diese „super-tiefen“ Edelsteine enthalten wichtige Hinweise auf die Entstehung, Stabilisierung und Bewegung des Superkontinents, den sogenannten „Superkontinent-Zyklus“. Die Untersuchung dieses Zyklus, der durch die Plattentektonik gesteuert wird, die die Kruste unter die Erdoberfläche drückt, kann normalerweise schwierig sein.

Die ozeanische Kruste ist sehr jung und die alte kontinentale Kruste liefert nicht viele Erkenntnisse über tiefe geologische Prozesse.

Die Autorin der Studie, Karen Smit, erklärte: „Super-tiefe Diamanten sind extrem selten, und wir wissen jetzt, dass sie uns viel über den gesamten Prozess der Kontinentbildung erzählen können“, und fügte hinzu: „Wir wollten das Alter dieser Diamanten bestimmen, um zu verstehen, wie die ältesten Kontinente entstanden sind.“

Die Forscher verwendeten eine Reihe chemischer Analysen, einschließlich isotopischer Analysen, um die kleinen Silikat- und Sulfiteinschlüsse in den Diamanten zu identifizieren und zu datieren. Sie fanden heraus, dass sie vor 650 bis 450 Millionen Jahren etwa 300 bis 700 Kilometer unter der Basis von Gondwana entstanden sind. Zu dieser Zeit umfasste dieser Superkontinent den Südpol.

KÖNNEN LICHT AUF ZEITEN VOR MILLIONEN JAHREN WERFEN

Während ihrer Entstehung wurden die Gesteine, in denen sie sich befanden, schwimmfähig und zusammen mit Mantelmaterial von unten an die Basis des Superkontinents transportiert, wodurch dieser von unten erweitert wurde. Und wie Smit erklärte, haben die Diamanten seitdem eine ziemlich lange Reise hinter sich: „Vor etwa 120 Millionen Jahren begann Gondwana auseinanderzubrechen, um die heutigen Ozeane wie den Atlantik zu bilden. Vor 90 Millionen Jahren wurden die Diamanten, die kleine eingeschlossene Reste des Muttergesteins trugen, durch heftige Vulkanausbrüche an die Erdoberfläche befördert.“

Diese Ausbrüche ereigneten sich in den Teilen von Gondwana, die wir heute als Brasilien und Westafrika kennen. Die Forscher vermuten, dass dies darauf hindeutet, dass die Diamanten an der Basis „festgeklebt“ waren und somit bei der Trennung mit den verschiedenen Teilen des Superkontinents mitwanderten.

Diese Studie unterstreicht die Bedeutung der Forschung zu Hinweisen auf die Kontinentbildung unter der glitzernden Oberfläche von super-tiefen Diamanten. Wie Smit feststellte: „Wir brauchen solche Forschungen, um zu verstehen, wie sich Kontinente entwickelt haben und wie sie sich bewegen. Ohne Kontinente gäbe es kein Leben. Diese Forschung gibt uns Einblicke in die Entstehung der Kontinente und stellt eine Verbindung dazu her, wie sich das Leben entwickelt hat und was unseren Planeten Erde von anderen Planeten unterscheidet.“

Die Studie wurde in der Zeitschrift Nature veröffentlicht.