Die Dollar-Ära auf Steam trifft Spieleverkäufe hart

Die weltweit beliebteste Online-Gaming-Plattform Steam hat im vergangenen Monat damit begonnen, Zahlungen in der Türkei in US-Dollar abzuwickeln. Diese Entscheidung hat die Spieleverkäufe in der Türkei schwer getroffen.

12punto

Es zeigt sich, dass die Umstellung von Steam auf Zahlungen in US-Dollar die Spieleverkäufe in der Türkei erheblich beeinträchtigt hat. Laut Daten, die Dora Özsoy, der Gründer von Stratera Games, geteilt hat, verzeichneten die Verkäufe des Spiels Cardboard Town des Unternehmens während der Dollar-Zahlungsphase einen drastischen Rückgang. Den Daten von Özsoy zufolge lagen die täglichen Verkäufe des Spiels vor der Umstellung auf Dollar bei etwa 90, sanken jedoch nach dieser Änderung auf 13.

Laut einem Bericht von Eray Kalelioğlu von Webtekno ist es wahrscheinlich, dass auch andere Spieleentwickler ähnliche Rückgänge erleben, seit Steam in der Türkei auf Dollar-Zahlungen umgestellt hat. Den Erklärungen von Dora Özsoy zufolge fiel der Anteil des Umsatzes, den Cardboard Town in der Türkei erzielte, von 22 Prozent des weltweiten Umsatzes auf 3 Prozent. Dies verdeutlicht, dass der Übergang zum Dollar-Zahlungssystem die Spieleverkäufe in der Türkei negativ beeinflusst hat.

Es gibt jedoch einen Punkt, den man beachten sollte. Die Daten von Özsoy beziehen sich nur auf das Spiel Cardboard Town, und es wird darauf hingewiesen, dass auch andere Faktoren eine Rolle gespielt haben könnten. Beispielsweise könnten die Verkäufe von Cardboard Town während des Prozesses, in dem Steam auf Dollar umstellte, im Vergleich zum vorherigen Zeitraum auf 1.400 gestiegen sein. In diesem Fall könnte die potenzielle Kundenbasis des Spiels einen Sättigungspunkt erreicht haben, was den Rückgang der Verkäufe erklären könnte.