Die Interaktion mit künstlicher Intelligenz formt unsere Sprachgewohnheiten neu

Experten weisen darauf hin, dass die digitale Kommunikation mit KI-Tools wie ChatGPT unsere tägliche Umgangssprache und soziale Normen beeinflussen könnte.

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Digitale Interaktionen mit KI-Systemen wie ChatGPT können nicht nur unsere Online-Gewohnheiten, sondern auch unsere Kommunikationsformen im echten Leben beeinflussen. Die Sprachlernplattform Preply weist darauf hin, dass grundlegende Höflichkeitsfloskeln wie „bitte“ und „danke“ zunehmend durch schnelle und direkte Befehle in der Kommunikation mit künstlicher Intelligenz ersetzt werden.

DIE KOMMUNIKATION DER JUNGEN GENERATIONEN MIT KI

Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass 69 % der Generation Z bei ihren Interaktionen mit ChatGPT „bitte“ und „danke“ verwenden. Auch wenn dies auf den ersten Blick positiv erscheint, geben Experten zu bedenken, dass diese Gewohnheit möglicherweise nicht von Dauer ist. Da KI-Systeme keine emotionale Struktur besitzen, könnte dies die Tendenz der Nutzer zur Verwendung emotionaler Sprache verringern.

DER AUFSTIEG DER DIGITALEN HÖFLICHKEIT

ChatGPT, das Ende 2022 eingeführt wurde, entwickelte sich in kurzer Zeit zum täglichen digitalen Assistenten für Millionen von Menschen. Im letzten Monat stiegen die Suchanfragen nach „ChatGPT“ um 30 % auf 519 Millionen monatliche Suchanfragen. Interessanterweise deutet der Anstieg der Suchanfragen nach „please ChatGPT“ um 57 % auf ein wachsendes Interesse an digitaler Höflichkeit hin.

ZEICHEN DES GESELLSCHAFTLICHEN WANDELS

Etwa 30 % der Nutzer verwenden bei der Interaktion mit KI-Systemen direkte Befehle ohne Höflichkeitsformen. Insbesondere für die junge Generation, die in der digitalen Welt aufwächst, könnte dies ein Vorbote eines sowohl individuellen als auch gesellschaftlichen Wandels sein.