Etwa fünfmal mehr Meteoriteneinschläge auf dem Mars als bisher angenommen

Eine gemeinsame Studie der ETH Zürich in der Schweiz und des Imperial College London in Großbritannien hat ergeben, dass auf dem Mars etwa fünfmal mehr Meteoriten einschlagen als bisher berechnet.

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Wie Science Daily berichtet, wurden für die Studie Daten der seismischen Sonde InSight verwendet, die von der US-Raumfahrtbehörde NASA auf dem Mars gelandet wurde. Dabei wurde berechnet, dass jährlich 280 bis 360 Meteoriten auf dem Mars einschlagen, die Krater mit einem Durchmesser von mehr als 8 Metern hinterlassen.

Die Forscher stellten fest, dass die Meteoriteneinschläge seismische Aktivitäten der Stärke 3 verursachen, diese jedoch deutlich kürzer andauern als Marsbeben. Zudem deckten sie auf, dass 80 Ereignisse, die zuvor als Beben kategorisiert wurden, in Wirklichkeit durch Meteoriteneinschläge verursacht wurden.

Die von den Forschern gewonnenen Daten zeigen, dass auf der Marsoberfläche täglich mindestens ein Krater mit einem Durchmesser von 8 Metern und monatlich mindestens ein Krater mit einem Durchmesser von 30 Metern entsteht.

Geraldine Zenhausern, eine der Autorinnen der Studie, erklärte, dass diese Zahl etwa fünfmal höher sei als die Anzahl, die zuvor bei Untersuchungen mittels tomografischer Aufnahmen aus der Umlaufbahn ermittelt wurde.

Die Forscherin Natalia Wojcicka erläuterte, dass das InSight-Forschungsteam die seismischen Aktivitäten mithilfe der Kamera des Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) lokalisiert und die Größe des durch den Meteoriten verursachten Kraters anhand der Stärke und Entfernung des Ereignisses berechnet habe.

Wojcicka merkte an, dass sie unter Verwendung dieser Daten die Krater berechnet hätten, die innerhalb eines Jahres in der Umgebung der InSight-Sonde entstanden sind, und auf dieser Grundlage die durchschnittliche Anzahl der jährlichen Meteoriteneinschläge auf der Marsoberfläche ermittelt hätten.

Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht.