EU strebt Inbetriebnahme des ersten kleinen modularen Reaktors bis 2030 an

Die für Energie zuständige EU-Kommissarin Kadri Simson erklärte, dass man beschlossen habe, eine industrielle Allianz zu gründen, um sicherzustellen, dass in Europa bis 2030 kleine modulare Reaktoren (SMR) in Betrieb genommen werden können.

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Simson äußerte sich auf einer Pressekonferenz zur Empfehlung der EU-Kommission, die Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90 Prozent zu senken.

ZIEL FÜR 2040

Simson wies darauf hin, dass eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 90 Prozent bis 2040 das Energiesystem verändern werde und eine nahezu vollständige Dekarbonisierung des Sektors bedeute. Hierfür müsse der Ausbau erneuerbarer Energien weiter beschleunigt werden.

Simson erklärte, dass insbesondere energieintensive Industrien neue Technologien integrieren und ihre Produktionsprozesse modernisieren würden, während Wohngebäude Energie effizienter nutzen und auf Wärmepumpen umstellen würden.

Sie betonte, dass die Infrastrukturkarte in ganz Europa zur Senkung der Emissionen neu erstellt werden müsse und Gasleitungen für den Transport von Wasserstoff oder Kohlenstoff umgestaltet würden.

670 MILLIARDEN EURO INVESTITIONEN

Simson betonte, dass Europa im Energiebereich über einen langen Zeitraum sehr hohe Investitionen anziehen müsse und sagte: "Wir müssen bereit sein, zwischen 2030 und 2040 jährlich 670 Milliarden Euro in den Energiesektor zu investieren."

Sie unterstrich, dass Europa über bedeutendes Fachwissen und eine Wertschöpfungskette in der SMR-Technologie verfüge, und fügte hinzu: "Wir haben beschlossen, diese Woche eine industrielle Allianz für kleine modulare Reaktoren zu gründen, um sicherzustellen, dass die ersten Reaktoren bis 2030 in Betrieb genommen werden."

Simson erklärte, dass die teilnehmenden Länder die höchsten nuklearen Sicherheits- und Umweltstandards einhalten würden.

Weltweit befinden sich etwa 70 SMR-Konzepte in der Entwicklungsphase. Diese sind im Vergleich zu herkömmlichen Kernkraftwerken kleiner dimensioniert.

SMRs werden als Kernreaktoren definiert, die zwischen 10 und 300 Megawattstunden Strom erzeugen.