Falle durch kostenlose Spielgeschenke auf Steam: 6 Sicherheitshinweise von Experten für Spieler
Experten von Bitdefender warnen, dass Spielgeschenke von unbekannten Personen auf Steam zu Kontodiebstahl und Betrug führen können.
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Angebote für „kostenlose Spielgeschenke“ von unbekannten Personen auf Steam, einer der weltweit am weitesten verbreiteten Spieleplattformen, haben sich als eine der neuen Fallen von Cyberbetrügern herauskristallisiert. Experten von Bitdefender warnten Spieler davor, dass solche Nachrichten mit Kontodiebstahl, Kreditkartenbetrug und Phishing-Angriffen in Verbindung stehen könnten.
Die Funktion zum Verschenken von Spielen auf Steam wird unter Nutzern als praktische Methode zum Teilen genutzt. Experten zufolge können Angreifer dieses System jedoch missbrauchen, um mit gestohlenen Karten gekaufte Spiele in Umlauf zu bringen, In-Game-Gegenstände zu stehlen, Nutzer auf gefälschte Anmeldeseiten umzuleiten oder durch den Aufbau von Vertrauen Geld zu fordern.
Die Operationsdirektorin Alev Akkoyunlu erklärte, dass ein Geschenk von einem unbekannten Konto oft kein uneigennütziges Zeichen sei, und sagte, dass Betrüger darauf abzielten, beim Spieler ein Gefühl von Dankbarkeit oder Verpflichtung zu erzeugen. Akkoyunlu wies darauf hin, dass insbesondere junge Spieler leichter auf Versprechen von „kostenlosen Spielen“ und „seltenen Gegenständen“ hereinfallen könnten.
„Die effektivste Schutzmethode hier ist sehr einfach: Akzeptieren Sie keine Geschenke von Personen, die Sie nicht kennen, und senden Sie im Gegenzug nichts zurück.“
WORAUF SOLLTE MAN BEI GESCHENKNACHRICHTEN ACHTEN?
Der erste von Experten empfohlene Schritt ist die Ablehnung von Geschenkangeboten unbekannter Nutzer. Auch wenn das Angebot verlockend erscheint, kann die Annahme eines Geschenks von einem unbekannten Konto sowohl für die Kontosicherheit als auch im Hinblick auf mögliche Plattformbeschränkungen ein Risiko darstellen. Den Warnungen von Valve zufolge können Geschenke aus gestohlenen Quellen auch für die Konten, die das Geschenk annehmen, Probleme verursachen.
Eine der von Betrügern häufig angewandten Methoden ist die Ausrede „Ich habe es versehentlich gesendet“. In diesem Szenario versucht der Angreifer zunächst, durch ein kleines Geschenk Vertrauen zu gewinnen; anschließend behauptet er, ein teureres Produkt versehentlich gesendet zu haben, und fordert seltene In-Game-Gegenstände, Wallet-Codes oder Geld. Experten betonen, dass bei Drohungen, Druck durch Beschwerden oder Methoden zur Eile keine Zahlungen oder Gegenstände gesendet werden sollten.
Ein weiteres kritisches Risiko sind gefälschte Links. Links, die dazu auffordern, sich anzumelden, um das Geschenk anzunehmen, eine Altersverifizierung durchzuführen oder das Profil des Absenders anzuzeigen, können auf Phishing-Seiten führen, die Steam imitieren. Es wird dringend empfohlen, bei Links, die nach Benutzernamen, Passwort, Steam Guard-Code oder QR-Bestätigung fragen, keinesfalls zu handeln.
Dass Angreifer versuchen, das Gespräch aus Steam heraus auf Plattformen wie Discord oder Telegram zu verlagern, sollte ebenfalls als verdächtig eingestuft werden. Personen, die sich als Mitarbeiter von Valve oder Steam Support ausgeben und eine „Überprüfung“ von Gegenständen verlangen, sollte man nicht vertrauen. Es wird daran erinnert, dass Valve-Mitarbeiter Kontoprobleme nicht über Chat-Anwendungen lösen.
Auch für Eltern gibt es eine gesonderte Warnung: Kindern, die spielen, sollte erklärt werden, dass sie keine Geschenke von unbekannten Personen annehmen, keine Gegenstände oder Informationen als Gegenleistung senden und in einem verdächtigen Fall unbedingt einen Erwachsenen um Rat fragen sollen. Zudem sollten unerwartete Geschenke von einem bekannten Konto über einen anderen Kommunikationskanal bestätigt werden, da auch Freunde-Konten gehackt worden sein könnten.
Für die Kontosicherheit wird empfohlen, Steam Guard zu aktivieren, für jedes Konto ein einzigartiges und starkes Passwort zu verwenden und die Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht zu deaktivieren. Eine aktuelle Sicherheitslösung kann zudem zusätzlichen Schutz bieten, indem sie gefälschte Seiten und schädliche Links erkennt.