Gefahr durch gefälschte IBANs
Cyberkriminelle nehmen KMU ins Visier und verursachen durch gefälschte E-Mails Verluste in Millionenhöhe.
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In letzter Zeit sehen sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit einer neuen Betrugsmethode von Cyberkriminellen konfrontiert. Diese Betrüger zielen auf die Lieferantenbeziehungen und Zahlungsabläufe von Unternehmen ab und täuschen diese mit gefälschten Nachrichten über „unsere Bankverbindung hat sich geändert“.
Diese Art von Betrug zielt nicht auf technische Schwachstellen ab, sondern auf die menschliche Psychologie. Nachdem die Angreifer in das System eines Unternehmens eingedrungen sind, bleiben sie lange Zeit unbemerkt und beobachten die Korrespondenz mit Lieferanten sowie die Zahlungspläne. In kritischen Zahlungsphasen versenden sie dann gefälschte E-Mails, in denen sie neue IBAN-Daten mitteilen. Da diese E-Mails meist so aussehen, als kämen sie von einem vertrauenswürdigen Geschäftspartner, erregen sie keinen Verdacht.
Die in den E-Mails verwendeten Formulierungen werden mit Begründungen wie „Unsere Konten werden geprüft“ oder „Unsere Buchhaltungsabteilung hat sich geändert“ untermauert und daher oft ungeprüft akzeptiert. Die Nachrichten werden entweder von einem tatsächlich gehackten E-Mail-Konto oder von gefälschten Domains versendet, die sich nur durch minimale Unterschiede vom Original unterscheiden.
Experten weisen darauf hin, dass diese Betrugsmethode herkömmliche Sicherheitssoftware leicht umgehen kann. Insbesondere KMU sind bei solchen Angriffen einem ernsthaften Risiko ausgesetzt, da die Unternehmen das Geld unwissentlich direkt an die Betrüger überweisen. Daher wird Unternehmen dringend empfohlen, bei derartigen Nachrichten vorsichtig zu sein und stets eine Verifizierung durchzuführen.