Globaler „KI-Sicherheitsgipfel“ findet statt

Der weltweit erste globale „KI-Sicherheitsgipfel“, der am 1. und 2. November in London stattfinden wird, wird mit Spannung erwartet.

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Zahlreiche Regierungsvertreter aus aller Welt, führende KI-Experten, Akademiker und Vertreter der Zivilgesellschaft werden im Bletchley Park in der Stadt Milton Keynes zusammenkommen, um die Risiken der künstlichen Intelligenz zu bewerten und deren Minderung durch koordinierte internationale Maßnahmen zu erörtern.

DER GIPFEL IST DER ERSTE SEINER ART WELTWEIT

Bei der Veranstaltung, die als weltweit erster Gipfel in diesem Bereich gilt, werden Themen wie KI-Modelle, die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf das Wirtschaftswachstum, die Förderung des wissenschaftlichen Fortschritts sowie die Nutzung von KI zum Wohle der Öffentlichkeit auf der Tagesordnung stehen.

Am ersten Tag des Gipfels wird die britische Ministerin für Wissenschaft, Technologie und Innovation, Michelle Donelan, internationale Amtskollegen, Führungskräfte aus der Technologiebranche, Akademiker und Vertreter der Zivilgesellschaft zusammenbringen. Bei dem Treffen werden die gemeinsamen Risiken erörtert, die von der sich entwickelnden KI-Technologie ausgehen.

Am zweiten Tag der Veranstaltung wird der britische Premierminister Rishi Sunak eine kleine Gruppe aus Regierungsvertretern, Unternehmensvertretern und Experten zusammenrufen, um zu diskutieren, welche Schritte hinsichtlich der Risiken der KI-Technologie unternommen werden können.

Sunak wird zudem nach dem Gipfel eine Veranstaltung mit Elon Musk, dem Eigentümer der Social-Media-Plattform X, ausrichten; es ist jedoch noch unklar, ob Musk physisch oder online am Gipfel teilnehmen wird.

Die britische Regierung hat noch keine offizielle Liste der geladenen Gäste für den Gipfel veröffentlicht. Das Weiße Haus gab jedoch bekannt, dass US-Vizepräsidentin Kamala Harris am Gipfel teilnehmen wird. Auch der Sprecher der Vereinten Nationen (UN), Stephane Dujarric, erklärte, dass Generalsekretär Antonio Guterres an dem Gipfel teilnehmen werde.

Der Bletchley Park, der einen bedeutenden Platz in der britischen Geschichte einnimmt, ist als das Zentrum bekannt, das während des Zweiten Weltkriegs eine Gruppe beherbergte, die mit der Entschlüsselung geheimer Nazi-Botschaften beauftragt war und deren Arbeit den Lauf der Geschichte veränderte.

Das geheime Zentrum, das seine Arbeit in einem Herrenhaus im Bletchley Park, 80 Kilometer nordwestlich von London, aufnahm, begann während des Zweiten Weltkriegs unter dem Namen „Station X“ zu operieren. Als der Krieg 1939 ausbrach, waren dort nur 200 Mitarbeiter beschäftigt.

In diesem streng geheimen Zentrum arbeiteten Mathematiker, Linguisten und damalige Schachmeister daran, die verschlüsselten Nachrichten der Nazis zu knacken. Bis zum Jahr 1945 stieg die Zahl der in „Station X“ Beschäftigten auf 10.000 an.

Zu diesen Personen gehörte auch der berühmte britische Mathematiker und Kryptologe Alan Turing, der von 1912 bis 1954 lebte und eine entscheidende Rolle bei der Entschlüsselung der geheimen deutschen Codes spielte. Turing, der als Begründer der Informatik gilt, legte zudem mit der Definition des Algorithmus, der sogenannten „Turing-Maschine“, den konzeptionellen Grundstein für moderne Computer.

In diesem geheimen Zentrum im Bletchley Park wurden die Codes der Enigma, des deutschen Verschlüsselungsgeräts, das die Nazis für „unknackbar“ hielten, von den dortigen Experten entschlüsselt. Die Arbeiten in Bletchley Park wurden über viele Jahre hinweg geheim gehalten.

Die Enigma, die im nationalsozialistischen Deutschland zur Verschlüsselung und anschließenden Entschlüsselung geheimer Nachrichten eingesetzt wurde, war ursprünglich in den 1920er Jahren für kommerzielle Zwecke entwickelt worden. Später wurde sie speziell für den Einsatz in Militär- und Staatsbehörden vieler Länder produziert und war 1939 zum Kommunikationsgerät der deutschen Streitkräfte geworden.

GESCHICHTE WURDE ERSTMALS 1974 BEKANNT

Die Geschichte von Bletchley Park, die fast 30 Jahre lang nach dem Zweiten Weltkrieg geheim gehalten wurde, kam erstmals 1974 ans Licht. Was sich damals dort abspielte, wurde erst 1974 bekannt, als der britische Geheimdienstmitarbeiter Frederick William Winterbotham sein Erinnerungsbuch „The Ultra Secret“ veröffentlichte.